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Fortuna Düsseldorf - Diese Ex-Fortunen werden in Kaiserslautern als Aufstiegshelden gefeiert​

Nach erfolgreicher Relegation : Diese Ex-Fortunen werden in Lautern als Aufstiegshelden gefeiert

Die Zweite Liga ist in der kommenden Saison um eine Attraktion reicher. Der 1. FC Kaiserslautern hat die vierjährige Leidenszeit in der Drittliga-Tristesse überwunden und spielt künftig wieder im deutschen Unterhaus. Drei ehemalige Fortunen haben dabei kräftig mitgeholfen. Um wen es sich handelt.

So schnell kann es manchmal gehen – in der vergangenen Saison spielte Boris Tomiak noch für Fortunas Zwote. In der kommenden Saison wird er nun nach Düsseldorf zurückkehren. Allerdings wird er in der Zweiten Liga gegen Fortunas Profis spielen. Denn Tomiak ist vor wenigen Tagen mit dem 1. FC Kaiserslautern aufgestiegen. In der Relegation gelang es den „Roten Teufeln“, sich gegen Dynamo Dresden durchzusetzen.

Tomiak stand in den beiden Duellen gegen die Sachsen jeweils über die volle Distanz auf dem Platz. Und auch in der 3. Liga war der Innenverteidiger Stammspieler beim FCK. In 35 Ligaspielen stand er in der Startelf. Der 23-Jährigen hat am Betzenberg also sehr schnell Fuß fassen können.

Dabei begann sein Stern bereits in der Regionalliga-Saison 2020/21 zu leuchten. Der gebürtige Essener trumpfte mit Fortunas „Zwoten“ groß auf, entwickelte sich zu einem der ligaweit besten Innenverteidiger und zählte vor der Sommerpause mehrere Monate lang zum Zweitliga-Kader.

Fortuna hatte Tomiak zwar einen Lizenzspielervertrag angeboten, doch er entschied sich für einen Wechsel nach Kaiserslautern. „In Düsseldorf habe ich – wenn ich ehrlich bin – nicht die hundertprozentige Überzeugung gespürt“, sagt der 1,93-Meter-Hüne im Gespräch mit unserer Redaktion. „Die Verantwortlichen in Lautern haben mir hingegen direkt ein gutes Gefühl gegeben, und das ist immer ganz wichtig.“

Für Tomiak selbst war es nicht die schlechteste Entscheidung. So konnte er sich noch ein Jahr lang in der Dritten Liga entwickeln und Spielpraxis sammeln. Nun will er mit Kaiserslautern auch im deutschen Unterhaus bestehen. Erst einmal ist auf dem Betzenberg und in der Stadt aber Party angesagt. Am vergangenen Mittwoch feierten Tausende euphorische Fans den Aufstieg des Traditionsvereins. „Sowas kenne ich nur aus'm Fernsehen“, sagte Tomiak im Gespräch mit dem „SWR“ auf der Bühne in Kaiserslautern.

„Die Mannschaft hat ein Erdbeben ausgelöst“, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel am Abend. Zur Party auf dem Stiftsplatz kamen Terrence Boyd und René Klingenburg mit Zigarre auf die Bühne, Mike Wunderlich brachte eine XXL-Flasche Whisky mit und reichte sie den Fans im Publikum weiter. Popstar Mark Forster trug mit einem Song zur prächtigen Stimmung der Aufsteigergemeinde bei. „Die Vorfreude auf die Zweite Liga ist riesengroß“, jubelte Kapitän Jean Zimmer, der ebenfalls also ebenfalls eine Rückkehr in die Düsseldorfer Arena feiern wird. Neben Tomiak und Zimmer war auch Marlon Ritter als dritter ehemaliger Fortuna am Aufstieg beteiligt. Zimmer weiter: „Es kommen jetzt richtig geile Gegner auf uns zu. Diese Feier war das i-Tüpfelchen auf die letzten Wochen.“

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Und wo der Klub hin will, verdeutlichte Mittelfeld-Akteur Mike Wunderlich: „Der Verein gehört nicht in die Dritte Liga und auch nicht in die Zweite Liga. Wir sind wenigstens den ersten Schritt gegangen“, sagte der Routinier. Für die Pfälzer endete eine vierjährige Leidenszeit in der Drittliga-Tristesse. Abwehrspieler Kevin Kraus kündigte im Überschwang der Gefühle an: „Wir feiern bis zum Verlust der Muttersprache.“ Auf dem heimischen Betzenberg hatten 7500 Fans beim Public Viewing den Aufstieg bejubelt.

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