Thioune „nicht komplett glücklich“ Diese Änderungen plant Fortunas Trainer im Pokalspiel

Düsseldorf · Die Düsseldorfer wollen im Zweitrundenspiel beim Ligarivalen Jahn Regensburg eine Stimmungswende schaffen. Daniel Thioune will dafür auch personelle Wechsel vornehmen – und das nicht etwa aufgrund von Belastungssteuerung. Womit er „nicht komplett glücklich“ war, welcher Spieler ihn überzeugt hat.

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Foto: HORSTMUELLER GmbH

Die derzeitige Stimmungslage, so gesteht Daniel Thioune ein, sei eher bescheiden. „Wir fühlen uns in unserer Situation aktuell nicht wohl“, sagt Fortunas Trainer. „Ich kannte es hier bisher ja gar nicht, zweimal in Folge zu verlieren, und auch das Gefühl einer Heimniederlage ist neu. Aber wir wollen das jetzt ändern.“ Jetzt – das heißt konkret im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals am Mittwoch (20.45 Uhr) bei Jahn Regensburg.

Wieder ein Auswärtsspiel also, und das in einer Phase, in der die Düsseldorfer vier der zurückliegenden fünf Partien auf fremder Scholle verloren und seit dem 30. Juli nicht mehr auswärts gewonnen haben. Seinerzeit jedoch immerhin im DFB-Pokal, mit 4:1 bei Kickers Offenbach. Und das zieht Thioune als Mutmacher ebenso heran wie seine persönliche Bilanz in diesem Wettbewerb. „Ich habe alle meine DFB-Pokalspiele auswärts gewonnen“, betont der 48-Jährige, „und ich habe daher auch persönlich ein gutes Gefühl.“

Was der Coach aber mit einem Schmunzeln unterschlägt: Er meinte lediglich seine Pokalspiele als Trainer der Fortuna, sprich das in Offenbach. Als Verantwortlicher des Hamburger SV verlor er vor zwei Jahren in Runde eins bei Dynamo Dresden 1:4. Das ist aber natürlich Schnee von gestern; das einzig Interessante ist das Auftreten am Mittwoch. „Wir können mehr gewinnen als verlieren“, meint er und spielt damit auf die Chance an, sich nach drei Niederlagen aus den jüngsten vier Ligabegegnungen neuen Schwung in einem anderen Wettbewerb zu holen und mitzunehmen.

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Dafür kündigt er personelle Änderungen an. Nicht im Tor, „denn so etwas wie einen Pokaltorhüter gibt es bei mir nicht. Florian Kastenmeier ist gesund, und dann spielt er auch“. Wechsel werde es eher weiter vorn gegeben, und nicht etwa, weil er jemanden schonen wolle: „Jeder Spieler sollte schon in der Lage sein, drei Spiele in acht Tagen zu machen. Belastungssteuerung ist das eine, aber das andere ist sicherlich auch, dass ich mit den letzten beiden Auftritten nicht komplett glücklich war.“

Ein Kommentar in Richtung offensives Mittelfeld, von dem zuletzt eindeutig zu wenig kam. Als Michal Karbownik nach einer Stunde im Nürnberg-Spiel dorthin rückte, war deutlich mehr los. „Die Statik unseres Spiels hatte sich mit Michal und der Einwechslung von Elo Fernandes komplett verändert“, erklärt Thioune. Alles sei mobiler, aber auch ein Stück weit wilder geworden. Die Frage ist jetzt: Wie viel Wildheit braucht Fortuna? Karbownik jedenfalls hat beste Chancen auf einen Startplatz auf seiner Lieblingsposition in der Schaltzentrale. „Michal ist eine Option“, versichert der Trainer.

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Foto: Christof Wolff

„Wir sind zwei Zweitligisten, es gibt keinen Favoriten“, sagt Thioune. Fest steht aber: „Ich habe schon Bock drauf, dass wir bei der nächsten Pokalauslosung wieder im Topf liegen, und dann mit weniger Kugeln.“ Knapp 500 Fans werden ihn und sein Team dabei in Regensburg unterstützen – angesichts des geradezu dreisten Spieltermins am späten Mittwochabend keine schlechte Zahl.

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