Fortuna Düsseldorf: Die Trainerfrage stellt sich nicht

Fortuna Düsseldorf : Die Trainerfrage stellt sich nicht

Fortuna Düsseldorf steckt im Abstiegskampf, da muss man überhaupt nicht drumherum reden. Die Leistung beim 0:1 beim 1. FC Nürnberg war sogar noch ein Rückschritt im Vergleich zur Heimniederlage gegen Freiburg.

Denn am vergangenen Samstag hat sich das Team mit aller Macht gegen das drohende Unheil gewehrt, dabei offensiv viele Chancen herausgespielt. Davon war an der Noris nichts mehr zu sehen. Kampfgeist kann man dem Team nicht absprechen, aber in Sachen Kreativität war die Darbietung tief enttäuschend.

Das größte Problem bleibt ohne jeden Zweifel der Torabschluss. Sicher passieren auch in der Defensive Fehler, aber das ist bei anderen Mannschaften nicht entscheidend anders. Jene kompensieren solche Schnitzer dann in der Regel dadurch, dass sie vorn mal einen Treffer mehr erzielen als ihr Gegner — und das klappt bei Fortuna beileibe nicht. Ob es wirklich gelingt, mit dem vorhandenen Personal dieses Defizit auszugleichen, ist fraglich.

Stellt sich nun die Trainerfrage? Klare Antwort: Nein. Frank Kramers Konzept hat den Vorstand überzeugt, er verfolgt es konsequent weiter. Die Tore kann er nicht auch noch selbst schießen. Natürlich wird auch er irgendwann daran gemessen, ob er die aktuelle Krise gemeistert hat. Dies jetzt schon von ihm einzufordern, wäre unangemessen und realitätsfern.

Fortuna ist durch eine chaotische Trainerpolitik, durch fehlende Linie und Kontinuität seit dem Bundesliga-Abstieg in eine Abwärtsspirale geraten. Kramer jetzt schon in Frage zu stellen, würde diesen Abwärtstrend weiter beschleunigen.

(jol)
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