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Fortuna Düsseldorf: Die Kluft zwischen Anspruch und Realität ist zu groß

Fortuna und Nürnberg : Die Kluft zwischen Anspruch und Realität ist zu groß

Sowohl bei Fortuna als auch beim kommenden Gegner aus Nürnberg klaffen Anspruch und Realität in dieser Saison noch weit auseinander. Dennoch bleiben beide Klubs ruhig und setzen weiterhin auf ihre Trainer.

Wenn es nach dem Marktwert der jeweiligen Klubs geht, wäre die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Nürnberg ein echtes Spitzenspiel. Laut „transfermarkt.de“ würde dann der Spitzenreiter Fortuna mit 35,85 Millionen Euro auf den Viertplatzierten aus Franken mit 21,68 Millionen Euro treffen. Doch die Realität sieht weitaus trister aus.

In der Tabelle der Zweiten Liga bleiben nämlich beide Vereine weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Bezogen auf die Relation des Marktwertes zum aktuellen Stand im Tableau sind sie gar die beiden größten Enttäuschungen der Saison. Fortuna steht momentan auf Rang sieben – das bedeutet eine Differenz von sechs Plätzen. Die Glubberer trifft es noch härter. Ganze neun Positionen steht man hinter dem vierten Platz auf Rang 13.

Nichtsdestotrotz sind beide Vereine bislang ruhig und besonnen geblieben. Beide Trainer – sowohl Uwe Rösler als auch Robert Klauß – sind noch in Amt und Würden. Möglicherweise auch deshalb, weil beide Trainer erfahrene Vorgesetzte an ihrer Seite wissen. Der junge Nürnberger Trainer mit Dieter Hecking sogar jemanden, der bis vor kurzem noch selbst Coach war. „Es geht darum, aus Fehlern zu lernen“, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion. „Als wir aus acht Spielen nur vier Punkte geholt hatten, waren wir alle nicht besonders erfreut drüber. Für ihn war das eine wichtige Phase, viel wichtiger, als acht Spiele hintereinander zu gewinnen.“

Ein wenig gebessert hat sich der Trend in Nürnberg auch schon. Zuletzt konnte man immerhin sieben Zähler aus den vergangenen vier Spielen sammeln. Da spricht der Trend schon eher gegen Fortuna: In der Rückrundentabelle stehen die Düsseldorfer nur auf dem vorletzten Platz. Viel zu wenig für die eigenen Ansprüche. Am Sonntag könnten sich beide Teams mit einem Sieg aber in der Gesamttabelle verbessern. Fortuna könnte mit einem Dreier im Optimalfall auf Rang fünf springen, Nürnberg würde um einen Rang auf den zwölften Platz klettern.