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Fortuna Düsseldorf: Der FC Erzgebirge Aue ist sauer auf Fans, die Corona-Regeln missachtet haben

Fortuna im Erzgebirge : Nach Zuschauer-Eklat – Aue sauer auf „schwarze Schafe“

Der FC Erzgebirge Aue hat dem DFB seine Sicht der Dinge nach dem Zuschauer-Eklat im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf geschildert. Es sei alles anders besprochen gewesen. Einige Fans hätten sich nicht an die Regeln gehalten.

Felix Klaus war irritiert. „Ich habe alle zehn Minuten so eine ganz wilde Glocke läuten hören. Da war ich doch sehr verwundert. Da haben einige Leute mit Schaufeln gegen Sitzplätze gehauen. Das gehört sich nicht. Jeder Verein muss dieselben Regeln beachten", sagt der Zugang von Fortuna. Doch bei seiner Premiere für die Düsseldorfer im Erzgebirge lief Abseits des Platzes einiges aus dem Ruder.

Geschäftsführer Michael Voigt von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat nach der Anwesenheit von Zuschauern beim Heimspiel gegen Fortuna Aufklärung angekündigt. „Ich möchte mich als Geschäftsführer des FC Erzgebirge Aue in aller Form für das Fehlverhalten einiger Personen entschuldigen. Die Vorkommnisse werden knallhart aufgearbeitet“, sagte Voigt dem Online-Portal „Tag24“.

Etwa 30 bis 40 Personen aus der Fanszene hatten die Partie am Samstag gegen Düsseldorf auf der Gegengeraden verfolgt. Sie waren vom Verein für den Fall von plötzlich eintretendem Schneefall für die Beräumung des Platzes vorgesehen. Einige Personen trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung, was gegen das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) verstößt. Zudem wurde der Mindestabstand nicht eingehalten.

„Für diese Personen galten die vorgeschriebenen Abstandsregeln, deren Einhaltung wir auch während des Spiels angemahnt hatten. Leider gab es einige schwarze Schafe, die sich nicht an die Absprachen hielten und unser Vertrauen missbraucht haben“, erklärte Voigt.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat nach den Vorkommnissen ein Ermittlungsverfahren gegen den FC Erzgebirge eingeleitet. Außerdem wurde der Verein von der DFL um eine Stellungnahme gebeten.

Das hörte sich noch kurz zuvor deutlich anders an. Helge Leonhardt, mächtiger Präsident des Klubs, hat sich angeblich via Facebook zu Wort gemeldet. Ein entsprechendes Bild machte in den Sozialen Netzwerken die Runde. Die Pressestelle von Erzgebirge Aue hat bis heute keine Angaben dazu gemacht, ob es sich dabei wirklich um Aussagen von Leonhardt handelt. Die Echtheit ist damit aktuell nicht zu verifizieren. Er schreibt in einem Post demnach: „Danke an die Brigade für ihre Arbeit, dass wir spielen konnten. Gerade in dieser Zeit ist es um so wichtiger, dass Berichterstatter sich nicht niederen Beweggründen hingeben, in dem sie Momentaufnahmen missbrauchen. Denunziant ist das Schlimmste was es gibt und ist eine Ratte.“

In Düsseldorf war man von allem nicht besonders begeistert. „Wir haben natürlich Verständnis dafür, dass Aue alles dafür tun wollte, das Spiel austragen zu können“, sagte Fortuna-Vorstand Klaus Allofs im Gespräch mit unserer Redaktion. „Man muss aber recht nüchtern feststellen, dass es offenbar nicht gelungen ist, ausreichend Einfluss auf die Helfer zu nehmen. So kann man sich während dieser Krise einfach nicht verhalten. Es gibt Regeln, an die sollten sich alle halten. Das ist fahrlässig und kann speziell dem Profi-Fußball großen Schaden bringen. Solche Dinge dürfen wir als Branche nicht machen.“

(mit dpa)