1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Der Druck auf das Team von Trainer Friedhelm Funkel wächst

Nach Niederlage bei Hertha BSC : Der Druck auf Fortuna wächst

Fortuna zeigte bei der 1:3-Niederlage bei Hertha BSC eine ganz schwache Leistung. Vor allem das Zweikampfverhalten der Düsseldorfer war nicht gut. Trainer Friedhelm Funkel lud sein Team nach dem misslungenen Auftritt erstmal zu einem gemeinsamen Bier ein.

Erstmal ein Bierchen. So lautete die Anordnung von Trainer Friedhelm Funkel an seine Spieler am Freitagabend nach dem Spiel in Berlin. „Ich habe ihnen in der Kabine gesagt, dass wir nach dem Essen erstmal ein Bier zusammen trinken werden.“ Ein kleines bisschen Alkohol als Hilfe, das 1:3 bei Hertha BSC zu verdauen. Die meisten Fortuna-Fans werden es ähnlich gehalten haben – allerdings in der Menge sehr variabel.

Es war aber auch einfach schlecht, was die Fortuna in Berlin ablieferte. Allen voran fehlte die Grundlage beim professionellen Fußballspielen: das Zweikampfverhalten. In der 85.Minute wies die Videoleinwand im Olympiastadion aus, was wohl jeder der 37.128 vermutet hatte: Hertha hatte 63 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. „Das habe ich auch gesehen“, sagte Oliver Fink, der zu diesem Zeitpunkt schon ausgewechselt worden war. „Das ist einfach viel zu wenig. Daran müssen wir dringend in der Länderspielpause arbeiten.“ Das sah auch Funkel so und auch jeder andere, der es mit Fortuna hält. „Wir waren zu sorglos“, sagte Fink. Und das von der ersten Minute an. Die Herthaner hatten leichtes Spiel, weil sie in zu vielen Situationen meterweit Platz um sich herum hatten. Da war es fast nur eine Randnotiz, dass die Düsseldorfer mal wieder 1:0 in Führung gegangen waren und das zum fünften Mal in Folge nicht in einen Sieg ummünzen konnten. Diesmal waren sie aber nicht mal nahe dran. „Das war mit Abstand unser schlechtestes Saisonspiel“, analysierte Sportvorstand Lutz Pfannenstiel, der sich froh zeigte, dass die Mannschaft nun in der Länderspielpause wieder an den Grundlagen arbeiten kann. Für ihn seien es keine Qualitätsmängel genereller Art, sondern nur Momentaufnahmen.

Dass erneut zwei Treffer über die linke Defensivseite fielen, kann aber nicht mehr als Momentaufnahme abgetan werden. „Wir müssen dort wieder eine Konkurrenzsituation schaffen, in dem alle Spieler, die für diese Seite in Frage kommen, fit sind. Das hat in der vergangenen Saison auch geklappt“, sagte Pfannenstiel. Momentan fallen in Markus Suttner und Jean Zimmer zwei Alternativen aus. Diego Contento sitzt nur auf der Bank und ist laut Funkels Aussage noch keine verlässliche Option. Bleibt Niko Gießelmann, der auch in Berlin wieder offenbarte, dass er sich in einem Leistungstief befindet. Funkel versucht in jedem Fall, die Spieler nach fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Spielen auf seine Seite zu ziehen, in dem er sie in seiner ihm eigenen zwischenmenschlichen Art motivieren möchte. „Das heißt nicht, dass in der kommenden Woche nicht etwas härter trainiert wird“, sagt der 65-Jährige. „Aber ich weiß, wie ich meine Spieler anpacken muss und dass ich ihnen jetzt mein Vertrauen schenken muss. Das wird mir die Mannschaft dann zurückgeben.“

Das muss sie auch. Die nächsten drei Gegner heißen Mainz, Paderborn und Köln. „Das sind drei Gegner, die wir hinter uns lassen wollen. Da müssen Punkte her“, sagt Pfannenstiel. Mit vier Punkten könnte Fortuna je nach den Ergebnissen der Konkurrenz am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abrutschen.