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Fortuna Düsseldorf: Der Bundesliga-Absteiger etabliert sich mit Sieg gegen Erzgebirge Aue in der Spitzengruppe

3:0 bei Erzgebirge Aue : Fortuna ist in der Spitze der 2. Liga angekommen

Fortuna hat mit dem 3:0 bei Erzgebirge Aue die Ambitionen auf den direkten Wiederaufstieg eindrucksvoll unterstrichen. Uwe Rösler setzte auf Rotation und wurde dafür belohnt. Felix Klaus feierte ein gelungenes Debüt im Trikot der Düsseldorfer.

Uwe Rösler hat die Rotationsmaschine angeworfen. Angesichts von sechs Partien im Januar hatte er schon zu Beginn des Monats angekündigt, auch einmal Veränderungen in der Formation vornehmen zu wollen. Auf einigen Positionen kann er auch aus dem Vollen schöpfen. Das gilt besonders für die Offensive. Dawid Kownacki hatte in den vergangenen Partien in seinen Kurzeinsätzen immer mal wieder Werbung in eigener Sache machen können.

Bei Erzgebirge Aue hat er schließlich mal wieder eine Chance von Beginn an bekommen. Für ihn musste Rouwen Hennings weichen. Die Entscheidung des Trainers, einst selbst Stürmer, sollte sich schnell auszahlen. Beim 3:0-Erfolg schoss der Pole Kownacki das Tor zum 1:0.

Der eigentliche personelle Schachzug war allerdings ein anderer. Was für ein Geschenk, einen Spieler wie Shinta Appelkamp in seinem Aufgebot zu haben, der vermutlich selbst als Torwart brillieren würde. So aber hatte Rösler die Möglichkeit, den Deutsch-Japaner diesmal auf die linke Seite zu beordern und dafür rechts offensiv auf Zugang Felix Klaus zu setzen. Klaus machte seine Sache ordentlich, zog mehr als viele seiner Kollegen auch in die Mitte und suchte den Abschluss. Fortuna ist ein Winter-Transfer geglückt, der sich schon bald auszahlen dürfte.

Mittlerweile steht da ein Team auf dem Platz, bei dem man den Zusatz Spitzenteam nicht einmal verlegen ergänzen muss. Und selbst auf einem derart unbequem zu spielenden Platz wie im Erzgebirge ist sich niemand auf Seiten des Bundesliga-Absteigers zu schade, Wege zu gehen. Allen voran an diesem Mittag Alfredo Morales. Noch im Sommer wurde darüber spekuliert, dass ihm ein vorzeitiger Abschied nahegelegt werden sollte. Doch es kam auch wegen der vielen Ausfälle und seiner Verletzung anders. Mittlerweile ist er der Organisator im Mittelfeld und hat auch die Auer zum Teil auf schmerzhafte Weise spüren lassen, dass er nicht nur spielen will.

Doch Morales kann eben nicht nur robust, sondern hat auch ein richtig feines Füßchen. Den Beweis lieferte er in der 24. Minute, als er einen Zuckerpass auf Kownacki spielte – in die Tiefe des Raums. Die Auer Abwehr indes stellte sich auch arg naiv an. Kownacki störte das wenig, er bugsierte den Ball gewitzt an Martin Männel vorbei und schob unbedrängt zur Führung ein.

Fortan machte Fortuna allerdings phasenweise erneut die Fehler, sich zurückzuziehen und zu leichtfertig Chancen zu vertändeln.Ein Spiel mit dem Feuer, dass nicht immer gut gehen muss. Rösler legte im Verlauf der Partie nach und tauschte 20 Minuten vor dem Ende die Außen noch einmal aus. Gegen immer mutloser wirkenden Auer war es am Ende dann leichtes Spiel. Kenan Karaman und Toni Pledl erzielten die weiteren Treffer.

Durch den Sieg hat sich Fortuna in der Spitzengruppe der Zweiten Liga festgesetzt und eindrucksvoll die Ansprüche auf eine direkte Rückkehr in die Bundesliga untermauert.