Fortuna Düsseldorf: Dawid Kownacki steht unmittelbar vor Wechsel in die Bundesliga

Fortuna bekommt wohl ihren Wunschstürmer : Kownacki-Deal steht kurz vor Abschluss

Die Hängepartie um den Transfer von Dawid Kownacki zu Fortuna Düsseldorf hat wohl bald ein Ende. Nach Informationen unserer Redaktion nähern sich die Vereine einer Lösung an.

Seit Anfang Januar ist klar: Fortuna Düsseldorf will Dawid Kownacki verpflichten. Die Verhandlungen mit Sampdoria Genua gestalteten sich aber schwierig. Nun ist weißer Rauch über dem Verhandlungstisch in Sicht. Nach Informationen unserer Redaktion fehlen zwar noch die Unterschriften unter dem Vertrag, aber die beiden Parteien nähern sich immer weiter an.

Der polnische Nationalstürmer soll mit einer Kaufoption bis zum Saisonende ausgeliehen werden. Angeblich verlangen die Italiener sogar eine Kaufpflicht-Klausel. Eigentlich waren sich beide Klubs bereits in der vergangenen Woche über die Modalitäten einig, doch dann kam plötzlich eine völlig uneingeplante Variable ins Spiel. Denn Kownackis Sturmkollege bei Genua, Gianluca Caprari, knickte im Training auf dem Gelände in Bogliasco am Anfang der Woche unglücklich um. Die niederschmetternde Diagnose: Bruch des rechten Wadenbeins. Der 25-jährige Italiener wird in den kommenden Tagen operiert und fällt somit mindestens bis Ende März aus. Daraufhin überlegten die Italiener nochmals, ob sie den 21-Jährigen wirklich abgeben wollen.

Während Fortunas Sportvorstand mit Genuas Verantwortlichen in diesen Stunden die letzten Details klärt, rechnete Kownacki am Mittwoch bereits beim polnischen Online-Portal „sport.se.pl“ gnadenlos mit Sampdoria ab: „Ich habe es satt! Ich habe genug von Sampdorias Verhalten! Ich bin immer mehr verärgert, weil die Zeit vergeht und ich nicht weiß, wie meine Zukunft aussehen wird. Ich möchte nicht hier bleiben, ich möchte gehen. Und ich möchte nicht zurückkehren. Ich möchte dieses Kapitel ein für alle Mal schließen.“ In diesem Interview plauderte er auch fröhlich über das Wirr-Warr der Vertragsverhandlungen.

Schon seit Wochen haben Kownacki und sein Berater öffentlich klar Stellung bezogen, dass es für den Angreifer nur ein Ziel gibt: Düsseldorf. Dabei waren mit dem VfB Stuttgart, dem FC Fulham oder dem FC Empoli auch andere Klubs aus Topligen an dem Sturmjuwel interessiert.

Kownacki gehörte bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland zum polnischen Aufgebot. Der 21-jährige Angreifer kam zu zwei Einsätzen und schied mit der Mannschaft nach der Gruppenphase aus.

Im Sommer 2017 war er für vier Millionen Euro von Lech Posen nach Genua gewechselt und hat dort noch einen Vertrag bis 2022. Das Internet-Portal transfermarkt.de taxiert Kownackis aktuellen Marktwert auf 6,5 Millionen Euro.

Kownacki kam in dieser Spielzeit in der italienischen Serie A bei zwölf Einsätzen auf 150 Spielminuten – ausschließlich als Einwechselspieler. Dabei erzielte er ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Zudem spielte er bei zwei Pokalpartien von Beginn an und traf einmal.

Der Mittelstürmer gilt als moderner, kompletter Neuner, der sowohl am Ball und in der Luft stark ist als auch eine gute Grundschnelligkeit mitbringt.

Mit Kownackis Verpflichtung wären die Zugangsplanungen der Fortuna in der Winter-Transferperiode abgeschlossen. Zuvor hatte Pfannenstiel und das Scouting-Team um Kaderplaner Uwe Klein bereits Torhüter Jaroslav Drobny und Linksverteidiger Markus Suttner zur Fortuna geholt.

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