Nach Knieverletzung in Rostock Das sind die Pläne des Fortuna-Trainers mit Vincent Vermeij

Düsseldorf · Mit der Trainingseinheit am Dienstagnachmittag hat die heiße Phase der Vorbereitung auf das Zweitliga-Spitzenspiel am Sonntag gegen Hannover 96 begonnen. Vincent Vermeij war nach seiner in Rostock erlittenen Knieverletzung noch nicht dabei. Welche überraschenden Neuigkeiten er dennoch parat hat.

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Foto: dpa/Marcel Kusch

Die Befürchtungen waren groß, auch bei Vincent Vermeij selbst. „Ich hatte schon ein paar Knieverletzungen in meiner Karriere und weiß, wie sich ein Bänderriss anfühlt“, berichtet der Fortuna-Stürmer. „Deshalb dachte ich: Das ist wieder einer.“ Doch so stark die Schmerzen nach dem Zusammenprall beim 3:1-Sieg in Rostock auch waren: Zum Glück irrte sich der Niederländer. Vermeij trug lediglich eine starke Knieprellung, aber keine Bänder- oder Knochenverletzung davon und schmiedet bereits ehrgeizige Pläne.

„Ich will am Mittwoch wieder ins Training einsteigen und dann auch am Sonntag gegen Hannover 96 dabei sein“, betont der 29-Jährige beim Verlassen des Trainingsgeländes, das er am Dienstag nur für eine Physioeinheit besucht hatte. „Aber das Knie ist überhaupt nicht mehr geschwollen“, versichert er und zeigt zum Beweis auf die betreffende Stelle seiner Jeans. „Ein bisschen blau noch auf der Innenseite, aber das ist alles.“

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Foto: dpa/Gregor Fischer

Vermeijs Trainer nimmt das sehr gern zur Kenntnis, gerade nach der bitteren Diagnose von Kapitän Andre Hoffmann. „Wenn Andre wirklich den Rest der Hinrunde ausfällt, dann sind das elf Spieltage plus Pokal“, rechnet Daniel Thioune bedauernd vor. „Das ist schon eine lange Zeit. Es tut mir unfassbar leid für ihn. Andere bekommen so etwas vielleicht einmal in ihrer Karriere ab, aber bei Andre reduzieren sich solche schweren Verletzungen alle auf einen Spieler.“ Umso wichtiger, dass Vermeij mehr Glück hatte: „Ich erwarte ihn am Mittwoch wieder im Training zurück. Er muss dann ein bisschen über den Schmerzpunkt gehen und wir werden ihn am Anfang noch ein bisschen steuern. Aber ich glaube, dass Vince einsatzfähig sein wird am Sonntag.“

Die Gesamtsituation mit dem immer kleiner werdenden Kader – bei Marcel Sobottka ist wegen seiner anhaltenden Muskelprobleme eine Rückkehr nicht absehbar – nimmt der 49-Jährige mit Galgenhumor: „Wir können nur mit elf Leuten spielen, und die habe ich ja.“ Eine Sichtweise, die als Tabellenführer natürlich leichter einzunehmen ist.

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Foto: dpa/Swen Pförtner

„Es fühlt sich zumindest besser an, als Tabellenachtzehnter zu sein. Ich habe die letzten zwei Tage in der Stadt des Tabellenletzten verbracht, und da ist dann sicherlich mehr Unruhe“, sagt der Coach, dessen Familie noch immer in Osnabrück wohnt und der natürlich Sympathien für seinen alten Verein VfL hegt. „Aber beides sind Momentaufnahmen, und bei uns ist es die Konsequenz unserer guten Spiele und guten Ergebnisse. Doch jetzt haben wir eine spannende Aufgabe vor uns, gegen eine Mannschaft, die nach dem 7:0 gegen Osnabrück eine richtig, richtig breite Brust hat.“

Für eine Aussage, welche Teams am Saisonende ganz oben mitspielen werden, sei es jedoch noch viel zu früh, betont er. „Ich fühle mich lediglich in meiner Ansicht bestätigt, dass die Schalker und die Herthaner jetzt doch im Kommen sind, was ja völlig normal ist. Und St. Pauli hat auch das Tor gefunden.“

Zunächst sei nun aber Hannover das Thema: „Mir war es ja noch nicht vergönnt, 96 zu schlagen, ebenso wenig den HSV.“ Gegen den geht es dann fünf Tage später weiter – zwei neue Chancen für Thioune.

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