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Fortuna Düsseldorf: Das sagt Uwe Klein zur Pleite gegen SC Paderborn

Sportvorstand Klein nach Paderborn-Pleite : „Müssen uns an die eigene Nase fassen“

Nach der 1:2-Niederlage von Fortuna beim SC Paderborn war Sportvorstand Uwe Klein merklich angefressen. Der 51-Jährige zeigte sich frustriert darüber, dass man nicht wenigstens einen Punkt mitnehmen konnte. Wie er jetzt die Chancen im Aufstiegskampf einschätzt.

Uwe Klein ist ein recht analytischer Mensch. Er versucht sich nicht zu sehr vom Tagesgeschäft beeinflussen zu lassen, ihm ist wichtig, immer das Große und Ganze im Blick zu behalten. Natürlich hängt aber auch alles vom allem ab. Dementsprechend nüchtern stellt Klein fest: „Unsere Ausgangssituation hat sich nicht verbessert. Wir müssen dieses Spiel jetzt sehr schnell abhaken. Wir müssen uns da an die eigene Nase packen – wir hätten diese Partie auch gewinnen können.“

Spiele wie dieses beim SC Paderborn würden ihm deutlich länger in den Kleidern hängen als andere. „Mich ärgert es einfach, so eine Niederlage nagt an einem. Da muss man sich dann ein mal mehr schütteln und dann wieder den Blick nach vorne richten. Klar ist auch: Wir gewinnen Spiele zusammen und wir verlieren sie auch gemeinsam.“

Man wisse nicht erst seit gestern, dass der SCP über eine sehr gute Mannschaft verfüge. „Und dann führst du auch noch 1:0 und kassierst dann innerhalb von nicht einmal zwei Minuten zwei Gegentreffer. Natürlich ist das bitter“, sagt Klein. „Von dem Doppel-Schlag haben wir uns nicht mehr erholt. Die Jungs sind alle sehr geknickt, man hat die Enttäuschung gespürt.“

In der Bewertung der beiden Gegentore will sich Klein nicht zu intensiv einmischen. Das würde schon vom Trainer ausreichend analysiert. Gleichwohl moniert auch der Funktionär: „Es darf eigentlich nicht passieren, wenn ein Rechtsfuß beim Freistoß steht, dass der Ball dann so an der Mauer vorbeigeht. Ich kann da aus meiner Position von der Bank aus nicht viel zu sagen, da täuscht auch die Perspektive immer etwas. Das muss am Ende der Torwart-Trainer mit Florian Kastenmeier auswerten. Sollte man zur Erkenntnis kommen, dass er hätte etwas besser machen können, dann wird der Flo etwas lernen. Das ist überhaupt nicht schlimm.“

Dem Doppelwechsel nur eine Minute nach der 1:0-Führung von Fortuna, will Klein nicht zu viel Bedeutung beimessen. In der 65. Minute hatte Uwe Rösler seine komplette linke Seite einmal ausgetauscht. Sechs und acht Minuten danach kamen die Ost-Westfalen dann zu ihren Treffern. Rösler brachte Florian Hartherz für Leonardo Koutris und Emmanuel Iyoha für Kristoffer Peterson.

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Rösler erklärte das so: „Wir haben aus meiner Sicht auf der linken Seite Probleme bekommen. Leonardo Koutris – drittes Spiel in sieben Tagen – war sehr lange weg nach einem Kreuzbandriss. Unsere linke Seite konnte nicht stabilisiert werden.“ Nicht explizit gesagt, aber mit gemeint, dürfte er auch Peterson haben. Doch ausgerechnet der Schwede lieferte bis dahin eine sehr starke Partie ab und hatte sogar einen Treffer erzielt, der aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Dawid Kownacki durch den VAR aberkannt wurde. Inwieweit Kownacki wirklich aktiv eingegriffen hat, lässt sich allerdings nicht zweifelsfrei belegen.

Was den Düsseldorfer Tross indes deutlich mehr auf die Palme gebracht hat, war eine Szene im Strafraum der Paderborner, an deren Ende Kevin Danson plötzlich auf dem Boden lag. „Da hätte ich mir gewünscht, dass man sich diese Szene auch nochmal etwas genauer angesehen hätte“, so Klein. Rösler findet: „Ich verstehe nicht, warum der Videoschiedsrichter nicht Minimum zu dem Schiedsrichter sagt: ,Guck dir das mal an’. Er wird ganz klar, ganz klar zurückgezogen, weil er sich in eine gute Position bringt, in eine bessere Position als der Verteidiger wird dann zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter guckt sich das nicht mal an. Ist für mich sehr bitter, nicht nachzuvollziehen.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir den Fortunen gegeben