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Fortuna Düsseldorf: Das sagt Kenan Karaman zur Zukunft von Uwe Rösler

Fortunas Angreifer Kenan Karaman : „Wünsche mir, dass Uwe Rösler weiter Trainer bleibt“

Am Anfang der Saison stand er ständig irgendwie auf dem Absprung, immer wieder gab es Wechselgerüchte um ihn. Dann ist er durch das Coronavirus länger außer Gefecht gesetzt worden. Uwe Rösler hat immer zu Kenan Karaman gehalten. Zwischen beiden gibt es eine besondere Beziehung. Was der Stürmer sagt.

Nach einer Länderspielreise mit der türkischen Nationalmannschaft war Kenan Karaman positiv auf Corona getestet worden. Karaman gilt als Risikopatient, weil er vor 15 Monaten an einer schweren Lungenentzündung erkrankt war. Dementsprechend intensiv stand er unter medizinischer Beobachtung. Glücklicherweise zeigte er nur milde Symptome. Nun ist er pünktlich zum Saisonendspurt wieder fit und will für Fortuna noch eimal richtig angreifen. Karaman über...

...den Sieg in letzter Sekunde gegen den KSC: „Es war echt sehr emotional. Wir sind total glücklich gewesen, dass wir das noch in der letzten Minute geschafft haben, was uns positiv stimmt für die letzten Wochen“, sagt Karaman. „Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen.“

...das Saisonfinale: „Wir haben jetzt drei Spiele. Wir wollen alle drei gewinnen, dann werden wir sehen, wo wir landen. Wir können natürlich auch die Tabelle lesen. Wir sind natürlich auch abhängig von den anderen. Kiel hat ja zum Beispiel noch ein paar Nachholspiele. Aber ich habe irgendwie ein positives Gefühl. Und ich denke, dass am Ende alles gut sein wird.“

...die Bedeutung des Momentums auf seiner Seite: „Man sieht es ja an Hamburg. Wer bis zum Ende die Ruhe bewahrt, wird vorne mit dabeisein. Wir haben einen guten Mix in unserer Truppe aus Erfahrung und jungen Spielern.“

...seine Rückkehr auf den Platz: „Ich wollte der Mannschaft unbedingt helfen. Habe die Pause aber auch gebraucht. Ich war aber sehr glücklich, dass ich am Montag wieder mitspielen konnte. Ich wollte der Truppe zeigen, dass ich wieder bereit bin. Als ich noch draußen saß, habe ich zu Rouwen gesagt, dass wir das Ding noch drehen werden. Jeder Spieler wird in den kommenden Wochen entscheidend sein.“

...seine Corona-Pause: „Am Anfang hatte ich schon etwas Angst aufgrund meiner Vorgeschichte, als ich vom positiven Befund erfahren hatte. Ich wusste ja nicht, was auf mich zukommen wird. Aber ich denke, ich habe meinen Körper auf so einen Fall vorbereitet seit meiner Krankheit, und deshalb hatte ich auch einen sehr, sehr milden Verlauf. Bisschen Schnupfen, Kopfschmerzen. Ich bin sehr, sehr glücklich darüber, dass es so gelaufen ist.“

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...seine Infektion und ob er jemandem einen Vorwurf macht: „Ich mache niemandem einen Vorwurf. Heutzutage kommt man nicht drumherum. Im Nachhinein bin ich sogar etwas froh, dass ich es hatte. Durch meine Vorgeschichte war die Angst groß, jetzt bin ich sogar etwas erleichtert, dass ich sagen kann, ich habe es hinter mir und alles gut.“

...die Gefahren bei Länderspielreisen: „Es kann auch hier passieren. Ich habe mich nicht tagtäglich damit beschäftigt. Ich war eigentlich recht entspannt, ich mache seit einem Jahr sehr viel für mich. Ich achte sehr viel auf Ernährung, achte auf Körper und Geist. Die Kombination hat mich am Ende auch gestärkt.“

...seine Rolle zuletzt als Einwechselspieler: „Ich sitze nicht gerne auf der Bank. Ich habe die Situation schon verstanden. Ich bin keiner, der irgendwelche Forderungen an den Trainer stellt. Ich habe ein besonderes Verhältnis zum Trainer, jetzt weiß er ja, dass ich wieder fit bin.“ (lacht)

...seine Zukunftsaussichten bei Fortuna: „Weiß ich noch nicht. Das ist erst einmal zweitrangig für mich. Ich habe mich klar zur Fortuna bekannt. Nach den drei Spielen werden wir uns mit den Verantwortlichen zusammenzusetzen und dann sieht man, was kommt. Ich habe ja nie einen Hehl daraus gemacht, was ich sportlich erreichen will.“

...die Zukunft von Uwe Rösler: „Ich wünsche mir, dass der Trainer bleibt. Ich denke, dass er sich das verdient hat. Wenn ich sehe, unter was für Umständen er hier klarkommen musste, dann spricht das für sich. Klar, am Ende werden wir an Ergebnissen gemessen. Ich würde mir wünschen, dass der Trainer hier weiter die Chance bekommt.“