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Nach erstem Saisontreffer Das sagt Iyoha zur Fortuna-Leistung und zu seiner Zukunft

Düsseldorf · Sein Treffer reichte nicht für den Sieg. Trotzdem war Emmanuel Iyohas Leistung ein Lichtblick in einer eher durchwachsenen Mannschaftsvorstellung beim 1:1 gegen den VfL Osnabrück. Was der Fortune zum Spiel und dem Saisonstart sagt. Wie er sich über seine Zukunft äußert.

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Diese Noten haben die Fans und wir den Fortuna-Profis gegeben

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Foto: Moritz Mueller

Wenn man an Paralleluniversen glaubt, könnte man annehmen, dass es eine Welt gibt, in der Iyoha das Fortuna-Trikot gar nicht mehr trägt. Denn am 25-Jährigen hing im Sommer offenbar ein dickes „Zu verkaufen“-Schild. Aus dem Plan der Vereinsführung, aus dem gebürtigen Düsseldorfer Bares zu machen, wurde in unserer Realität jedoch nichts. Niemand klopfte an, um die geforderte rund eine Million Euro zu zahlen.

Nun geht der ehemalige U21-Nationalspieler in sein letztes Vertragsjahr und macht sich dementsprechend Gedanken über seine Zukunft: „Es vergeht kein Tag, an dem ich das nicht irgendwo im Hinterkopf habe, weil es natürlich für mich auch eine besondere Situation ist, wir sind da weiter dran“, schildert er nach dem 1:1 gegen den VfL Osnabrück und betont: „Ich versuche mich trotzdem voll auf die Spiele zu fokussieren, das ist natürlich eine Sache, um die sich in erster Linie der Berater kümmert.“

Mit eben dieser Konzentration stand der Mann aus der Jugend des BV 04 auch beim Heimspiel Fortunas am Freitagabend auf dem Platz. Seine linke Abwehrseite, die seit einigen Spielen wieder sein Zuhause ist, hielt er gegen den Aufsteiger anders als noch gegen den Hamburger SV (0:1) dicht. Offensiv zeigte er sich wie immer umtriebig und belohnte sich nach einer Top-Vorstellung in der 60. Spielminute mit einem gut platzierten Fernschuss aus gut 20 Metern selbst.

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Foto: dpa/Roland Weihrauch

„Klar, persönlich bin ich froh, dass ich in dieser Saison meinen ersten Treffer erzielen konnte“, kommentierte Iyoha das Tor nach der Partie. „Für mich heißt es natürlich trotzdem, wir haben nur 1:1 gespielt. Am Ende überwiegt die Enttäuschung, dass wir da als Mannschaft nicht mehr rausgeholt haben.“

Als Rechtsverteidiger verließ er das Feld in der 89. Minute, nachdem Daniel Thioune sein „Taschenmesser“ – ein Sprachbild, mit dem der Trainer Iyohas Vielseitigkeit andeuten wollte – einige Minuten vorher von der linken Seite herübergezogen hatte, um den angeschlagenen Takashi Uchino zu ersetzen. Nur etwa 60 Sekunden später musste der Positions-Allrounder dann mit ansehen, wie VfL-Stürmer Erik Engelhardt seinen Führungstreffer auf den letzten Drücker egalisierte.

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Das ist Emmanuel Iyoha

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Foto: Moritz Mueller

Warum es nicht gereicht hat, versuchte der „Düsseldorfer Jong“ kurz nach dem Spiel zu skizzieren: „Wir hatten zwar viel Ballbesitz, aber gerade in der ersten Halbzeit war es sehr schleppend, der letzte entscheidende Pass ist meistens nicht angekommen“, attestierte er seiner Truppe. Ein „ekliges Gefühl“ sei es, dieses bittere Unentschieden (was mehr einer Niederlage gleichkommt) nun in die bevorstehende Länderspielpause mitzunehmen.

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Fortuna - Osnabrück: die Bilder des Spiels

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Foto: dpa/Roland Weihrauch

Auch wenn die letzten drei Spiele mehr als „ausbaufähig“ gewesen seien, solle man nun Ruhe bewahren, mahnte er: „Ich glaube, wir sollten nicht kleinreden, was wir uns im ersten Drittel erarbeitet haben, und nicht alles über den Haufen werfen, sondern gucken, was bis Hannover echt gut funktioniert hat.“ Zudem könne man mit der Länderspielpause vor der Tür „ein paar Sachen aufarbeiten und dann wieder versuchen, an die Spiele, wo es gut geklappt hat, anzuknüpfen“.

Das werden auch all jene hoffen, die für das bevorstehende Pilotspiel des Projekts „Fortuna für alle“ gegen den 1. FC Kaiserslautern ein Gratisticket ergattern können oder konnten. Nachdem etwa 120.000 Ticketanfragen beim Verein eingegangen sind, hat die Mannschaft wohl vor ausverkauftem Haus die Chance, wieder in die Spur zu finden.

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