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Fortuna Düsseldorf - Das sagt Alexander Jobst über die Fans von Zweitligist F95

Vorstandschef von Zweitligist : Das sagt Jobst über die Fans von Fortuna

Seit mittlerweile 100 Tagen ist Alexander Jobst nun schon Vorstandsvorsitzender von Zweitligist Fortuna. Nach dem geschafften Klassenerhalt geht der Blick jetzt nach vorne. Aber wie hat er die ersten Monate erlebt? Was hat ihn besonders überrascht? Der 48-Jährige über seine Eindrücke.

Alexander Jobst gewährt einen ungewöhnlich offenen Einblick in sein Seelenleben während seiner Zeit auf Schalke. „Ich war einfach platt“, sagt der 48-Jährige. „Ich konnte dem Verein einfach nicht mehr geben, was man von mir erwartete und was ich selbst von mir erwartet habe. Das war der Grund, warum ich nach zehn Jahren gesagt habe: Jetzt ist gut, die Zeit ist abgeschlossen.“ Nur ein Satz aus dem vereinseigenen Fortuna-Podcast, in dem er über seine Anfänge als Sportmanager berichtet und darüber, wie er seine ersten 100 Tage als Vorstandsvorsitzender von Fortuna erlebt hat. Alexander Jobst über...

...die Entwicklung in den ersten Monaten bei Fortuna: „Wir sind gute Schritte gegangen, in denen wir wieder mehr zu uns selbst gefunden haben im inneren Kern der Fortuna. Damit meine ich auch unsere Geschäftsstelle. Damit meine ich auch unsere Mitglieder und Fans. [...] Seit Februar ist wieder ein Stück weit Zusammenhalt deutlich zu sehen. Diesen Zusammenhalt wünsche ich mir, ich darf auch sagen, den erwarte ich auch innerhalb des Kernteams. Alt und neu gibt es für mich nicht. Es gibt nur die Fortuna.“

...die Zusammenarbeit mit den Vorstandskollegen: „Auch wir mussten uns finden. Auch wir mussten uns kennenlernen. Aber Arnd Hovemann, Klaus Allofs und ich haben sehr schnell gemerkt, dass wir in vielen Dingen auf einer Linie sind. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber wir haben ein Ziel: Wir wollen die Fortuna wieder erfolgreich in die Zukunft bringen. Und ich weiß, dass viel passiert ist in den letzten Jahren. Deshalb ist umso mehr Energie gefragt, deshalb ist umso mehr Behutsamkeit gefragt. Aber bei allen ist die Bereitschaft gefordert: Ich höre zu und ich gehe den Weg mit, wenn er mir plausibel dargelegt wird. Das fordern wir von uns ein.“

...über die Fans: „Fortuna ist ja der Sympathieträger dieser Stadt. Das spürt man. Mein Moment bisher war der 33. Spieltag gegen Darmstadt. Da hat man eine Glückseligkeit und Begeisterung in der Arena erlebt, wo man sagt, hier ist Kraft, Wucht und Emotion. Das werden wir hoffentlich auch bei mehreren Spielen in der nächsten Saison wieder sehen.“

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...über seinen Umgang mit der Öffentlichkeit: „Ich suche die Öffentlichkeit nicht. Ich weiß sehr wohl, dass ich zu gewissen Themen in den Medien auch agiere. Natürlich geht es um Strategie, geht es um Konzepte, DFL-Themen, Organisatorisches, geht es um Vereinsthemen, da ist es selbstverständlich, dass ich auch medial agiere. Ich muss nicht jede Woche vor der Kamera stehen. Kommunikation ist grundsätzlich bei Klaus Allofs angesiedelt. Mir geht es besser, wenn ich im Hintergrund mit dem Team arbeite.“

...über seine Taktiken zu entspannen: „Ich mache schon sehr viel Sport. Ich gehe entweder eine Stunde laufen. Ich bin morgens für die Kinder zuständig. Meine Frau verlässt das Haus recht früh. Ich bringe die Kids so gegen 7.15 Uhr zum Bus. Danach gehe ich laufen oder auf das Ergometer. Wenn ich ein paar Tage keinen Sport gemacht habe, sagt meine Frau zu mir, geh erst einmal raus und mach was Sport. Ansonsten gucke ich gerne Serien – zuletzt hat mich „Queen of the South“ auf Netflix begeistert.“

...über etwas, was er gar nicht kann: „Fußball spielen. Da bin ich absolut ohne Talent.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Alexander Jobst