Ein Opfer des neuen Systems Hendrix oder Sobottka – es kann nur einen geben

Analyse | Düsseldorf · Fortuna hat eine Hinrunde voller Höhen und Tiefen gespielt. Konstant war eigentlich nur die Inkonstanz im Düsseldorfer Spiel. Aber wie haben sich die verschiedenen Mannschaftsteile geschlagen? Im dritten Teil wird das Mittelfeld genauer unter die Lupe genommen.

Fortuna Düsseldorf: Die Marktwerte der Zweitliga-Profis
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Das sind die Marktwerte der Fortuna-Profis

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Foto: Moritz Mueller

Das Düsseldorfer Mittelfeld wird in der Rückrunde wohl zwei Zugänge hinzugewinnen. Jedenfalls dann, wenn man die Flügelspieler im geplanten System mit einer Dreierkette im Mittelfeld verorten möchte. Dann könnte man zumindest getrost von einem 3-4-1-2-System reden – und genau das möchte Trainer Daniel Thioune ja gern spielen.

Dass Michal Karbownik diese Rolle sehr gut beherrscht, konnte in der Hinrunde bereits bestaunt werden. Das Pendant auf der anderen Seite ist indes noch nicht gefunden. Felix Klaus und Kristoffer Peterson konnten dort auf Strecke nicht überzeugen. Setzt Thioune in der Innenverteidigung auf drei klassische Innenverteidiger, würde Matthias Zimmermann die Rolle des Flügelspielers ausüben können. Oder Fortuna schaut sich eben noch einmal auf dem Transfermarkt um.

Die Systemumstellung bedeutet aber auch, dass im Zentrum ein bisheriger Stammspieler geopfert werden muss. Shinta Appelkamp sollte von seiner Veranlagung her auf der Zehn gesetzt sein. Einen solchen Kreativspieler hat Fortuna sonst nicht in ihrem Kader. Bleiben also noch zwei Positionen für drei Spieler im defensiveren Mittelfeld. In Marcel Sobottka, Jorrit Hendrix und Ao Tanaka hat Thioune gleich drei Akteure, die einen natürlichen Anspruch ableiten, in jedem Spiel in der Startelf zu stehen. Drei defensiv denkende Profis sind aber einer zu viel.

Die Kombination aus Tanaka und Sobottka oder Hendrix erscheint derzeit die erfolgversprechendste zu sein. Damit hätte Fortuna einen Spielmacher und einen zweikampfstarken Staubsauger im defensiven Mittelfeld. In dieser Konstellation lieferte der Zweitligist auch seine besten Spiele ab. Beispiel Paderborn. Beispiel Rostock. Beispiel Bielefeld. Gegen den Hamburger SV, als Sobottka, Hendrix und Tanaka gleichzeitig auf dem Platz standen, sah man hingegen, dass die Abläufe und die Verteilung auf dem Feld nicht wirklich klar waren. Interessant: Der natürliche Back-up für Tanaka oder Appelkamp ist bereits jetzt der aufstrebende Elione Fernandes.

Dem System zum Opfer fallen, würden gleichzeitig die offensiven Flügelspieler Peterson, Klaus und Kwadwo Baah. Letzterer könnte möglicherweise noch als Konterstürmer für die Schlussphase in die Partie gebracht werden. Bei Baah sollte sich Fortuna aber die Frage stellen, ob das kommende halbe Jahr in Düsseldorf überhaupt Sinn macht. Auch Peterson hat unter Thioune bereits Stürmer gespielt. Klaus könnte den Back-up für Zimmermann geben.

Die ersten Teile unserer Analyseserie finden Sie hier:

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