Vor letztem Spiel des Jahres Das fordert Nachwuchschef Schaefer von Fortunas U23

Düsseldorf · Weil die Partie gegen Aachen in den Januar verlegt worden ist, geht es für Fortunas Regionalliga-Mannschaft schon am Samstag nach dem Spiel gegen den 1. FC Bocholt in die Winterpause. Was Nachwuchschef Frank Schaefer am Wochenende nach zwei Niederlagen in Folge von der „Zwoten“ erwartet.

Fortuna Düsseldorf: Das ist der Kader der U23 für die Saison 2022/23
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Das ist der Kader von Fortunas U23 für die Saison 2022/23

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Foto: RP/Christof Wolff

Der letzte Akt hat es noch einmal in sich. Denn klar ist: Ein gemütlich-adventlicher Spaziergang wartet zum Jahreskehraus eher nicht auf Fortunas Regionalliga-Fußballer, wenn am Samstag (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion) der Anpfiff zur Begegnung mit dem 1. FC Bocholt ertönt. Der Aufsteiger ist aus einem ähnlichen Holz geschnitzt wie der SC Wiedenbrück, und dem war die Mannschaft von Trainer Nico Michaty am vergangenen Wochenende bekanntlich aufgrund einer schwachen zweiten Hälfte sowie einer zu hohen Fehlerfrequenz unterlegen.

Nicht von ungefähr kommen die teils beachtlichen Resultate der Münsterländer, die seit Kurzem von einem in Düsseldorfer Kreisen gut bekannten Trainer angeleitet werden: Marcus John, der den SC West seinerzeit bis in die Oberliga führte. Unter der Verantwortung des 48-Jährigen hat der Tabellen-16. dem SV Rödinghausen (1:0) als erstes Team in dieser Saison eine Heimniederlage zugefügt, Alemannia Aachen (2:0) besiegt und einen Punkt gegen den Wuppertaler SV eingefahren (2:2). Trotzdem ist die Erwartungshaltung am Flinger Broich eindeutig: Auf keinen Fall darf sich die „Zwote“ wie im vergangenen Jahr mit drei Niederlagen am Stück in die Winterpause verabschieden – allein der Stimmung wegen.

Aus sportlicher Sicht wäre nach den erfolglosen Spielen in Wattenscheid (2:3) und Wiedenbrück (1:3) eine neuerliche Pleite gegen den nächsten direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zudem besonders verheerend. „Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie sich ein letztes Mal strafft und alles dafür tut, um dieses Spiel zu gewinnen“, fordert Fortunas Nachwuchschef Frank Schaefer deshalb. Er weiß genau um die Wichtigkeit der Begegnung: „Wir haben die Möglichkeit, den Abstand zu einer Mannschaft, die hinter uns steht, zu vergrößern.“

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Das sind die Rekordspieler von Fortunas U23

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Foto: Frederic Scheidemann

Auf das zurückliegende Halbjahr blickt der 59-Jährige zwar nicht vollends zufrieden, aber immerhin wohlgestimmt zurück. „22 Punkte nach 18 Spielen sind unter den personellen Voraussetzungen, unter denen die Mannschaft ihre Spiele absolviert hat, und in dieser starken Liga absolut in Ordnung“, urteilt Schaefer. „In Wattenscheid haben wir sicher Punkte verschenkt, die uns heute guttun würden. Insgesamt reden wir in dieser Mannschaft aber davon, dass wir der direkte Unterbau des Lizenzteams sind. Hier konnten wir den Profis in einer komplizierten Hinrunde mit einer Vielzahl von Abstellungen mehr als helfen.“

Tatsächlich haben Tom Geerkens, Niko Vukancic und Marcel Mansfeld weite Teile der bisherigen Saison mit der Zweitliga-Mannschaft verbracht, und vor diesem Hintergrund stellt Schaefer fest: „Keine andere Zweitvertretung hat so viele Spieler abgestellt. Das spricht für die gute Durchlässigkeit im Verein.“ Doch dem Nachwuchschef ist freilich auch die Kehrseite der Medaille bewusst: Hätte das Trio der „Zwoten“ regelmäßiger zur Verfügung gestanden, würde möglicherweise der eine oder andere weitere Punkt das Konto zieren. „Für ein Team wie uns bleibt es immer ein schmaler Grat, den Auftrag als Unterbau zu erfüllen und trotzdem in dieser starken Liga zu bestehen“, sagt Schaefer aus diesem Grund.

Ein Sieg zum Jahresabschluss gegen Bocholt wäre nun selbstredend noch kein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt. Doch er würde teamintern ein positives Gefühl verbreiten und aller Wahrscheinlichkeit nach sicherstellen, dass die Flingerner nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern. Während es für sie schon am Samstagnachmittag aufgrund der Verlegung des Aachen-Spiels in den Urlaub geht, hat die übrige Konkurrenz vor Weihnachten nämlich noch mindestens eine weitere Partie zu absolvieren und könnte die „Zwote“ theoretisch nach unten durchreichen. Letzteres zu verhindern, liegt an den Protagonisten auf dem Rasen.

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