Fortuna Düsseldorf: Das Baby von Stürmer Dawid Kownacki ist da

Nachwuchs bei Fortuna : Das Kownacki-Baby ist da

Fortuna Düsseldorfs polnischer Nationalstürmer Dawid Kownacki ist zum ersten Mal Vater geworden. Bei Instagram zeigte er ein Foto von Töchterchen Lena und Mutter Alexandra. Wegen der Geburt könnte er die Partie am Samstag bei Hertha BSC verpassen.

Manchmal irrt sich der Volksmund. Von wegen: „Vater werden ist nicht schwer“ – diese beliebte Floskel würde Dawid Kownacki ganz sicher etwas anders formulieren. Der Nachwuchs des Fortuna-Stürmers ließ sich nämlich viel Zeit damit, in die raue Lebenswirklichkeit einzutreten, und hielt damit seinen Vater und auch dessen Arbeitgeber ordentlich auf Trab.

Am Donnerstagabend um 19.52 Uhr war das Warten endlich vorbei. Kownacki twitterte stolz: „Der schönste Tag in meinem Leben! Lena ist bereits bei uns, Mama war sehr mutig.“ Dazu versah er den Tweet mit einem Smiley mit Herzchenaugen. Damit hatte sich die anstrengende Pendelei Kownackis zwischen Trainingsplatz in Düsseldorf und Kreißsaal in Polen wahrlich gelohnt.

„Noch können wir nicht sagen, ob Dawid am Samstag im Spiel bei Hertha BSC mit dabei ist“, hatte Trainer Friedhelm Funkel noch am Mittag erklärt. „Er ist am Mittwochabend wieder nach Polen gereist. Wir müssen schauen, ob Dawid rechtzeitig zu uns nach Berlin kommen kann.“ Der Vorteil an diesem Plan ist: Berlin liegt nicht gar so weit von Polen entfernt. Der Nachteil: Nach der Geburt wird auch sein Vater ziemlich mitgenommen sein. Funkel hielt dazu einen Kurzvortrag in Sachen Familienkunde: „Wenn ein Kind kommt, steckt man das auch als Vater nicht so leicht weg, selbst wenn die Frau den größeren Anteil zu erledigen hat. Zumindest an der Geburt.“

Immerhin hat sich Klein-Lena jetzt beeilt. Schon am Samstag hatte sie nach Fortunas 3:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach in den Ablauf eingegriffen: Kownacki feierte da nach dem Abpfiff nur noch ganz kurz vor der Südtribüne mit, fuhr dann eilends zum Flughafen, um nach Warschau zu jetten. Am Dienstag stand er wieder beimTraining auf der Matte.

Die Einheiten am Donnerstag und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Freitag hingegen verpasst der 22-Jährige. Funkel, selbst zweifacher Vater und begeisterter Großvater, hat alles Verständnis der Welt dafür, dass Kownacki bei seiner Freundin Alexandra Adamczak sein wollte. „Aber wir müssen natürlich berücksichtigen, wenn ein Spieler unmittelbar vor einem Spiel zwei Tage nicht beim Training sein kann“, erklärt der Coach. Auf der anderen Seite bringt eine frische Vaterschaft natürlich einen gewaltigen mentalen Schub, der auch auf dem Platz sehr hilfreich sein könnte. Einiges spricht also dafür, dass Kownacki in Berlin als Joker auf der Bank Platz nimmt – jetzt als Papa.

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