Aufstiegstrainer von 2018 Darum muss Ex-Fortuna-Trainer Funkel ins Krankenhaus

Exklusiv | Düsseldorf · Mit ihm hat Fortuna 2018 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Insgesamt vier Jahre war Friedhelm Funkel für die Mannschaft von Fortuna verantwortlich. Noch immer verfolgt er die Entwicklung. Nun gibt es Sorgen um den 68-Jährigen. Warum er sich jetzt in Düsseldorf operieren lässt.

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Das ist Friedhelm Funkel

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Foto: dpa/Marius Becker

Friedhelm Funkel teilt das Publikum in zwei Lager. Die einen verehren den gebürtigen Neusser noch immer. Ihn, den Aufstiegstrainer von 2018. Ihn, der Fortuna wieder Selbstbewusstsein in Überdosis eingetrichtert hatte. Die anderen würden ihn wohl am liebsten dauerhaft ausblenden und verbieten, jemals wieder über seinen Ex-Arbeitgeber zu reden. Dabei wird ganz gerne unterschlagen, dass Funkel schon oft richtig liegt mit seinen Einschätzungen.

Nun muss der 68-Jährige indes auf die Einschätzung von medizinischem Fachpersonal vertrauen. Das hatte Funkel wegen anhaltender Schmerzen zu einer Operation geraten. „Meine Hüfte spielt nicht mehr mit. Ich konnte in den vergangenen Wochen keinen Sport mehr machen, es ging einfach nichts mehr“, erzählt Funkel. „Bei normalen Bewegungen war alles einigermaßen okay, aber Tennis zum Beispiel ausgeschlossen.“

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Foto: Frederic Scheidemann

Deshalb wird er am Mittwoch in der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf operiert – Funkel wird eine neue Hüfte eingesetzt. „Die OP dauert etwa 45 Minuten, das geht alles ganz ratzfatz“, sagt er. „Wenn alles gut läuft, bin ich nur ein paar Tage im Krankenhaus. Danach beginnt dann die Reha und in spätestens drei Monaten hoffe ich wieder auf dem Damm zu sein. Das ist ja heutzutage fast schon ein Routineeingriff. Ich bin jedenfalls froh, dass es gemacht wird. Anders war nicht mehr auszuhalten.“

Erst vor wenigen Tagen war Funkel mit seiner Ehefrau von einer Afrika-Reise aus Botswana zurückgekehrt. Anja Funkel (52) arbeitet als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit eigener Praxis in Krefeld. Seit einigen Jahren ist sie zudem Geschäftsführerin der Sports360-Stiftung. Gegründet wurde diese von der gleichnamigen Spielerberatungsagentur. Im Mittelpunkt der Stiftung soll die Hilfe für sozial und gesundheitlich benachteiligte Kinder, Jugendliche und in Not geratene Familien stehen.

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Foto: AP/Martin Meissner

Und Friedhelm Funkel? Kann er sich vorstellen, noch einmal auf die Trainerbank zurückzukehren? „Mein Leben ist sehr erfüllt. Es gibt keinen Grund, etwas auszuschließen“, sagt er im exklusiven Interview mit unserer Redaktion. „Man wird sehen, was passiert. Aber ich verspüre nicht mal den Anflug von Druck. Ich genieße das Leben.“

Funkel war Mitte März 2016 Nachfolger von Marco Kurz bei Fortuna geworden. Zwei Jahre später schaffte er den Aufstieg in die Bundesliga. Es folgten turbulente Zeiten mit dem Höhepunkt einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Pressekonferenz im Trainingslager von Marbella.

Das Tischtuch war hernach allerdings schon deutlich angerissen. Am 29. Januar 2020 folgte die Trennung. Funkel kündigte direkt danach an, seine Karriere beenden zu wollen. Doch nur ein Jahr später dann der Rücktritt vom Rücktritt – Funkel führte den 1. FC Köln in der Relegation gegen Holstein Kiel zum Klassenerhalt.

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