1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Darum ist Hannover für den Zweitligisten ein heißes Pflaster

Pokal am Mittwochabend : Deshalb ist Hannover ein heißes Pflaster für Fortuna

Es geht um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Anreiz genug für Fortuna, am Mittwochabend bei Hannover 96 eine starke Leistung abzurufen. Doch Vorsicht: Niedersachsens Landeshauptstadt hat es für die Düsseldorfer ganz schön in sich.

Das Stadion in Hannover. Die Älteren kennen es als Niedersachsenstadion, die moderne Fußballszene nennt es aktuell gerade HDI-Arena, aber das kann übermorgen schon wieder anders sein. So oder so spielt Fortuna Düsseldorf am Mittwochabend ab 20.45 Uhr darin, und es geht dabei um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Gastgeber der Mannschaft von Trainer Christian Preußer ist Hannover 96, in der Zweiten Liga als Tabellenvierzehnter gerade vier Punkte und fünf Plätze hinter der Fortuna angesiedelt.

Das klingt wie eine lösbare Aufgabe, doch Achtung: Das frühere Niedersachsenstadion hat es für die Düsseldorfer in sich. Sicher, es ist der Schauplatz eines der größten Triumphe der Vereinsgeschichte. Am 23. Juni 1979 wurde Fortuna hier zum ersten Mal DFB-Pokalsieger, nachdem Wolfgang Seel kurz vor Ablauf der Verlängerung aus unmöglichem Winkel den Treffer zum 1:0 gegen Hertha BSC erzielt hatte.

So ganz nebenbei: Ein Elfmeterschießen hätte es damals auch beim Endstand von 0:0 nicht gegeben, dann hätten sich Fortuna und Hertha drei Tage später erneut im Niedersachsenstadion zur Zweitauflage des Finals wiedergesehen. Am Mittwochabend gegen 96 wird dagegen bis zur Entscheidung gespielt – notfalls werden Elfmeter noch bis nach Mitternacht geschossen.

Beim bislang letzten Vergleich zwischen beiden Klubs im DFB-Pokal war das allerdings nicht nötig. Vor fünf Jahren hatten die Hannoveraner die Angelegenheit nach 90 Minuten mehr als zur Genüge geklärt und das Spiel gegen die Düsseldorfer 6:1 gewonnen. Für Freunde des Aberglaubens sei noch angefügt, dass 2016 fast am selben Tag (26. statt 27. Oktober) und ebenfalls in Pokalrunde zwei gespielt wurde...

Noch interessanter als der Blick auf den Kalender ist allerdings der auf die Spielstatistik jenes 1:6. Fortunas Treffer erzielte der heutige Hoffenheimer Kevin Akpoguma – in der 20. Minute zum Stand von 1:4! Auch sein Vorlagengeber Arianit Ferati ist längst nicht mehr in Düsseldorf, einige Scorer der damaligen Blitzstarter aus Hannover hingegen schon. Felix Klaus erzielte zwei Treffer und bereitete einen weiteren vor, Edgar Prib gab eine Torvorlage. Übrigens auf den Ex-Fortunen Martin Harnik, der ebenfalls zweimal traf und einen Assist verbuchte.

Doch es gibt noch mehr Beispiele, warum sich Fußballgeschichte in Hannover für Fortuna besser nicht wiederholen sollte. Das bislang letzte Punktspiel dort verlor sie vor einem Jahr – übrigens auch Ende Oktober, am 24ten – sang- und klanglos 0:3, musste zudem einen Platzverweis gegen Matthias Zimmermann hinnehmen. Und ein weiteres 0:3, kassiert am letzten Spieltag der Saison 2012/13, manifestierte natürlich in Hannover den Abstieg aus der Bundesliga.

  • Am Abend gegen Essen : Warum Fortunas U23 große Hoffnungen in Fink setzt
  • Bemerkenswerte Statistiken : Deshalb macht Tempo allein Fortuna nicht glücklich
  • Nedzad Dragovic (links) erzielte mit einem
    Fußball-Niederrheinpokal : 1. FC Kleve schafft den Einzug ins Achtelfinale

Sollte Fortuna also gar nicht erst antreten am Mittwochabend? Ganz so ist es nun auch wieder nicht. Schließlich gewann sie kurz vor Weihnachten 2018 durch einen Last-Minute-Treffer von Oliver Fink 1:0 bei den 96ern und legte damit den Grundstein für den Klassenerhalt. 1998 gab es einen 2:0-Sieg in Hannover und 1994 sogar einen 3:0-Erfolg. Es geht also. Man darf gespannt sein, welches Kapitel diesmal im DFB-Pokal geschrieben wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortunas besondere Momente im DFB-Pokal