Bei 5:2-Sieg in Rostock Darum hat Fortuna-Kapitän Hoffmann seinen Mitspielern einen Einlauf verpasst

Düsseldorf · Das 5:2 von Fortuna in Rostock – über weite Strecken eine perfekte Vorstellung. Doch die Düsseldorfer erlaubten sich auch eine Reihe von Unachtsamkeiten, die das Spiel noch einmal hätten kippen lassen können. Warum der Kapitän ein Signal gesetzt hat.

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Foto: Christof Wolff

Andre Hoffmann ist seit dieser Saison Kapitän von Fortuna – Trainer Daniel Thioune hat ihn mit der Aufgabe betraut. Dabei geht es um weit mehr, als vor einem Spiel die Wimpel zu tauschen oder sich für eine Seite zu entscheiden. Bei seiner Inthronisierung bekundete der Innenverteidiger: „Es erfüllt mich mit Stolz, die Mannschaft dieser fantastischen Stadt als Kapitän aufs Feld führen zu dürfen.“

Und in Rostock hat er auf großer Bühne vorgeführt, wie er seine Rolle interpretiert. Beim 5:2 gegen Hansa haben die Düsseldorfer fast eine Stunde eine nahezu perfekte Partie abgeliefert. Aber von wegen Friede, Freude, Eierkuchen. Zwischendurch qualmte es gewaltig auf dem Rasen im Ostseestadion.

Denn Kapitän Hoffmann haute ordentlich dazwischen. Weil ihm einige Aktionen seiner Mitspieler nicht gefallen hatten, nahm er sich die Kollegen kurzerhand zur Brust. Besonders zwei bekamen lautstark ihr Fett weg – mit Felix Klaus und Matthias Zimmerman lieferte er sich einige Wortgefechte.

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Foto: dpa/Jens Büttner

„Vielleicht sind es die Momente, die entscheiden, ob man das 5:2 macht oder noch das 4:3 kassiert. Was los gewesen wäre, wenn wir in Rostock noch das dritte Tor geschluckt hätten, will ich mir gar nicht ausmalen. Es geht immer nur um die Sache. Wir haben uns nach dem Spiel wieder in den Arm genommen und es ist vom Tisch“, sagt Hoffmann.

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Foto: rp/Laci Perenyi

Und weiter: „Es geht darum aufzuwecken. Mit der zweiten Halbzeit hatten wir so einen kleinen Schlendrian in unserem Spiel, da hatten wir innerhalb von fünf Minuten drei, vier Fehlpässe und haben Rostock so eingeladen. Ich habe schon einmal 3:0 in dieser Liga geführt. Da wissen wir alle, wie das Spiel ausgegangen ist. Das wollte ich diesmal unter allen Umständen vermeiden.“ Am Ende stand damals übrigens ein 3:4 in Regensburg.

Trainer Thioune ist zufrieden mit der Interpretation der Aufgabe von Hoffmann in diesem Spiel. „Bis fünf Minuten vor dem Spiel kann ich noch Einfluss nehmen auf die Mannschaft, danach erst wieder in der Pause das nächste Mal. Auf dem Platz müssen die Spieler Verantwortung übernehmen“, sagt der 48-Jährige. „Er kann gerne auch bei einem 3:0 für uns dem ein und anderen in den Hintern treten, wenn er sich nicht mehr entsprechend bewegt. Es zeigt, dass Andre noch nicht fertig ist und nach der Enttäuschung gegen Heidenheim gezeigt hat, dass wir was wollen – und er insbesondere.“

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