Trotz Länderspielpause Darum gönnt Thioune den Fortunen kein Durchschnaufen

Düsseldorf · Nach nur einem freien Tag ging es für Fortunas Profis am Mittwoch sehr intensiv weiter auf dem Trainingsplatz. Von wegen Belohnung für das 5:2 in Rostock – statt dessen wird hart gearbeitet und gelaufen. Warum das jetzt wichtig ist und warum es trotz Länderspielpause kein Testspiel gibt.

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Foto: rp/Laci Perenyi

Länderspielpause – das klingt ein bisschen nach Füße hochlegen und Knabbergebäck auf dem Sofatisch. Für manchen Fußballfan mag das auch so gelten, nicht so jedoch für Fortunas Profis. Die hätten nämlich nach dem 5:2-Erfolg bei Hansa Rostock am Sonntag gern noch einen Tag mehr frei bekommen als nur den Dienstag, doch da gab Daniel Thioune diesmal nicht nach. „Wir mussten regenerieren natürlich, aber es war wichtig, heute noch einmal in die Nachbereitung zu gehen“, erklärte der Cheftrainer nach der Einheit am Mittwochnachmittag. „Am Donnerstag gehen wir dann in kleinere Spielformen, um noch einmal ein paar Reize zu setzen und Beschleunigung zu sammeln.“

Am Freitag soll es dann mit Krafttraining weitergehen. „Und im läuferischen Bereich arbeiten wir auch noch einmal“, ergänzte Thioune. „Wir haben insgesamt zwar weniger Tage, weil der Samstag frei ist und wir am Sonntag zum Fortuna-Galopprenntag gehen, aber die Intensität bleibt gleich hoch. Wir müssen auf eine gewisse Anzahl intensive Läufe kommen pro Woche, das müssen wir abdecken, auch wenn wir nur drei Trainingstage haben.“

Entsprechend hart ging es auch schon am Mittwoch zu – mit Christoph Klarer und Dawid Kownacki übrigens. Beide standen zwar in den vorläufigen Kadern ihrer Nationalteams Österreich und Polen, aber nicht in dem Spielerkreis, der dann tatsächlich auf Tour ging. Im Gegensatz zu Ao Tanaka (Japan A), Takashi Uchino (Japan U23), Michal Karbownik (Polen A) und Daniel Bunk (Deutschland U19).

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Foto: Christof Wolff

Ein Testspiel steht diesmal nicht auf dem Programm. „Es war nicht ganz so leicht, einen passenden Gegner zu finden, weil die Dritte Liga durchspielt“, sagt Thioune. „Zudem war unser teilweise ausgedünnter Kader in den vergangenen Wochen hoch belastet. Wenn man dann noch sieht, dass auch sechs Nationalspieler hätten weg sein können, dann hätten wir mit den gleichen Leuten ein Testspiel machen müssen, die ohnehin immer viel gespielt haben.“

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Sicher hätte es Sinn gehabt, Spielern wie Jordy de Wijs, Nicolas Gavory oder Daniel Ginczek wieder ein bisschen mehr Praxis zu geben, „aber unsere U23 hat auch nicht so viel Personal, da müssen wir am Wochenende etwas unterstützen“. Zumal da Adam Bodzek als Führungsspieler der „Zwoten“ wegen einer Gelbsperre ausfällt. Benjamin Böckle und Jona Niemiec als „altersgerechte“ U23-Spieler aus dem Profikader sind am Samstag ab 14 Uhr beim SV Lippstadt ohnehin im Regionalliga-Team dabei.

Aber wie hält es der Trainer eigentlich mit den Länderspielen seiner Jungs? Sieht er sich die alle an? „Grundsätzlich lasse ich mir immer im Nachgang die Aufzeichnungen der Spiele geben“, berichtet er. „Da fragen wir dann bei den Verbänden an. Vor Ort sieht sich Christian Weber alle Spiele an, die in Deutschland stattfinden, bei Daniel Bunk und auch bei Taka Uchino ist das so. Ao Tanaka zu begleiten – das wäre ein bisschen weit, und wir bekommen auch nicht sofort das Fernsehbild. Aber wir sind immer mit den Jungs in Kontakt und wissen um die Belastungen, die sie haben.“