Fortuna Düsseldorf darf nicht zum Spielball der Politik werden - ein Kommentar

Uerdingen als Untermieter in der Arena : Fortuna darf nicht zum Spielball werden

In der kommenden Saison spielt Drittligist KFC Uerdingen in der Düsseldorfer Arena. Für Fortuna bedeutet das schlimmstenfalls einige Nachteile. Dabei hat Fortuna erstklassige Bedingungen verdient.

Es gilt als bundesweit unstrittig, dass Fortuna Düsseldorf zu den Überraschungsteams im deutschen Fußball zählt. Mit sehr, sehr bescheidenen Mitteln hat Friedhelm Funkel das Maximale aus den Möglichkeiten gemacht: Der Klassenerhalt ist so gut wie sicher. Damit haben viele einiges richtig gemacht. Es geht nun darum, Fortuna langfristig in der höchsten Spielklasse zu halten. Dabei sollten nicht persönliche Eitelkeiten, sondern die Sache im Vordergrund stehen.

Einem Verein aus der Nachbarschaft zu helfen, ist in Maßen grundsätzlich eine Selbstverständlichkeit. Sportler sollten zusammenhalten. Doch der moderne Fußball ist Teil der Unterhaltungsindustrie, und in der wird nur Perfektion akzeptiert. Der Rasen in der Düsseldorfer Arena ist seit der Eröffnung ein Ärgernis, auch weil planerische Fehler gemacht wurden. Schon jetzt muss er pro Saison mehrfach erneuert werden. Wenn nun zwei Nutzer, einer davon unterklassig, sich den Arbeitsplatz teilen, ist das Drama programmiert. Ein Erstligist wie Fortuna hat erstklassige Bedingungen verdient und darf nicht zum Spielball der Politik werden.