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Fortuna Düsseldorf: Dann kann der Klub wieder mit Shinta Appelkamp und den übrigen Verletzten rechnen

Appelkamp, Hoffmann und Co. : Wann Fortuna wieder auf ihre Verletzten hoffen darf

Vor dem wichtigen Zweitligaspiel bei Dynamo Dresden am Sonntag muss Trainer Christian Preußer immer noch auf einige Leistungsträger verzichten. Wie der Genesungsstand bei ihnen ist und welche Überlegungen der Coach für das Dresden-Spiel hat.

Es sind ereignisreiche Tage bei Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf. Am Sonntag geht es im Punktspiel bei Aufsteiger Dynamo Dresden (13.30 Uhr) darum, die bislang schon höchst durchwachsene Saison nicht auch noch mit dem Attribut „Abstiegskampf“ zu erweitern. Und genau eine Woche später sollten auf der jährlichen Mitgliederversammlung die Weichen für die Zukunft gestellt werden, womöglich mit der Ankündigung von größeren Umbauten im Vorstand. Zweiteres wird nun allerdings nicht geschehen, da der Verein die Versammlung wegen der Corona-Situation verschieben musste.

In Dresden dagegen wird gespielt – obwohl es sicher manchen rund um den Düsseldorfer Tross gibt, der angesichts der Coronazahlen in Sachsen lieber daheim bliebe. „Natürlich kriegen wir die Situation dort mit“, sagt Fortunas Trainer Christian Preußer. „Aber sportlich darf das keine Rolle spielen. Unser Mannschaftsarzt Ulf Blecker hat uns alle gründlich informiert und ausführlich gezeigt, wie wir uns verhalten sollen. Jetzt darf unser Blick nur noch aufs Sportliche gehen.“

Dieser Blick fällt kritisch genug aus. Falls Fortuna nach der Pleite bei Hansa Rostock auch das zweite Auswärtsspiel bei einem Aufsteiger in Folge verlieren sollte, kämen die Abstiegsränge immer näher. „Wir sind sehr wachsam mit der Tabellensituation“, sagt Preußer ungewohnt klar – denn üblicherweise stellt der Coach stets heraus, dass er sich nicht mit „Was-wäre-wenn“-Szenarien befassen wolle. „Wir sehen, dass alles sehr eng ist.“

Natürlich hätte der 37-Jährige in dieser Situation gern einen spielstarken Mann wie Shinta Appelkamp im Mittelfeld und einen routinierten Haudegen wie Andre Hoffmann in der Abwehrzentrale. Doch bis er wieder mit diesem Duo rechnen kann, braucht es noch Zeit. Bei Hoffmann mehr als bei Appelkamp logischerweise, hatte es den 28-Jährigen doch bei seinem schweren Zusammenprall mit dem Hannoveraner Sebastian Ernst mächtig durchgeschüttelt.

„Es geht Andre aber zum Glück schon deutlich besser“, berichtet Preußer. Am vergangenen Dienstag hat der Innenverteidiger den sogenannten Baseline-Test gemacht, der nach Gehirnerschütterungen und Nackenverletzungen obligatorisch ist. „Der war noch nicht bei hundert Prozent, so dass es nächste Woche einen weiteren geben wird“, sagt der Trainer. „Aber Andre war schon einige Male bei uns, kann die alltäglichen Dinge erledigen. Bis er wieder bei uns einsteigen kann, wird es aber natürlich noch dauern, da schauen wir von Woche zu Woche.“

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Bei Appelkamp wird nicht ganz so viel Geduld erforderlich sein. „Zum Glück ist es bei ihm eher ein kleiner Muskelfaserriss“, erklärt Preußer; die Ausfallzeit des 21-Jährigen sei somit „überschaubar“.

Dieses Adjektiv passt inzwischen auch auf den Zeitraum bis zum Comeback Thomas Pledls. Beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen Heracles Almelo erzielte der Außenstürmer einen Treffer und bereitete den zweiten von Emmanuel Iyoha vor – ein echtes Ausrufezeichen nach acht Monaten Pause in Folge eines Kreuzbandrisses. Nun musste sich Preußer nur noch entscheiden, was Pledl am meisten weiterbringt: 90 Minuten in der zweiten Mannschaft am Sonntagabend in Köln oder schon ein Kaderplatz mit Kurzeinsatzchancen in Dresden. Nach einer so langen Ausfallzeit müssen für „Toni“ beide Optionen Musik in den Ohren sein.

Bleibt noch die Frage nach Dragos Nedelcu. Der war zwar nicht verletzt, beim 1:1 gegen Hannover aber wegen schwächerer Trainingsleistung nicht im Kader. Nach Hoffmanns Ausfall wird der Rumäne nun allerdings im Kader gebraucht – doch das bereitet Preußer kein Kopfzerbrechen. „Wir hatten ein gutes Gespräch, nachdem Dragos nicht im Kader war“, betont er. „Ich habe eine gute Reaktion gesehen.“ Fortunas Anhänger werden es gern hören, denn Christoph Klarer und Tim Oberdorf allein werden die Arbeit in der Abwehrzentrale kaum stemmen können, und Jamil Siebert muss seine Zweitligatauglichkeit erst noch nachweisen.

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