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Fortunas Ginczek spricht Klartext Darum braucht Deutschland wieder echte Mittelstürmer

Düsseldorf · Fortunas Angreifer Daniel Ginczek befindet sich derzeit nach seinem Sehnenriss auf den Weg zurück zu alter Stärke. Noch ist der Weg aber noch lang und steinig. Wann er ein Comeback anpeilt. Und warum der 31-Jährige mittlerweile Leon Goretzka Konkurrenz machen kann.

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Foto: dpa/Roland Weihrauch

Auch Daniel Ginczeks rechter Hand prangt dick ein Wort, dass der Düsseldorfer Angreifer in den vergangenen Wochen und Monate zu Genüge aufbringen musste: Faith. Glaube. Der 31-Jährige musste in seiner Karriere schon viele Verletzungen überstehen. So auch nun wieder, nachdem er sich im Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim einen Sehnenriss im Oberschenkel zuzog. „Die ersten Wochen waren tatsächlich relativ einfach zu überstehen“, sagt er. „Da hab ich mal ein paar andere Sachen trainiert. Oberkörper zum Beispiel.“

Ist Ginczek nun also zu Goretzka 2.0 mutiert? „Ich sehe besser aus“, sagt er augenzwinkernd. „Es macht schon Spaß, wenn man sieht, dass obenrum auch mal etwas wächst.“ Natürlich ist aber in dieser Zeit auch nicht alles toll. Ab und an muss er sich schon überwinden. „Jetzt wird es früh dunkel. Jetzt ist gerade so eine Phase, wo ich einen kleinen Hänger habe. Die Jungs gehen in den Urlaub und ich werde viele Tage hier sein. Die Konstellation ist natürlich nicht ganz so gut für mich.“

Doch allmählich geht es für Ginczek wieder aufwärts. Torschüsse hat er in der Reha bereits üben können. Auch das Passspiel kann derzeit schmerzfrei absolviert werden. Ob es bereits für eine Rückkehr ins Mannschaftstraining zum Trainingsauftakt am 2. Januar reicht, ist allerdings fraglich. Realistischer erscheint es, dass er im Trainingslager in Marbella wieder teilweise einsteigt. „Die Verletzung ist schon komplizierter. Wann dann genau der richtige Zeitpunkt ist, um wieder einzusteigen, kann ich noch nicht absehen“, sagt er. „Es ist ja auch kein Wunschkonzert. Ich war dann auch vier Monate raus. Da brauche ich natürlich auch eine gewisse Phase, bis ich wieder bei 100 Prozent bin.“

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Foto: Moritz Mueller

Während seiner Ausfallzeit musste er auch verfolgen, wie die Mannschaft auf dem Zahnfleisch kroch. Durch die vielen Verletzungen konnte Trainer Daniel Thioune in der Hinrunde kaum rotieren. „Man muss den Jungs ein Kompliment aussprechen, was sie zu Leisten im Stande waren“, sagt er. „Wir sind jetzt in der Rolle des Jägers. Das ist eine gute Situation, weil wir am Ende nichts zu verlieren haben. Und wir haben die Qualität, noch einmal oben reinzurutschen.“

Interessiert verfolgte Ginczek auch die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar. Und da vor allem die Diskussionen um die Mittelstürmer-Position, die durch die jüngsten Leistungen von Niclas Füllkrug entstanden waren. „Die Entwicklung ging im vergangenen Jahrzehnt ja sehr in Richtung Spanien und Tiki-Taka. Das wollten natürlich viele Mannschaften imitieren“, sagt Ginczek. „Aber das ist nicht so einfach. Man braucht schon einen Neuner. Die haben einfach ganz andere Qualitäten im Abschluss. Leroy Sané oder Serge Gnabry wurden nie an Toren gemessen. Wir Mittelstürmer haben eine ganz andere Gier vor dem Tor. Und das wird auch immer so bleiben.“

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