Marktwert des Griechen explodiert Warum Fortuna für Tzolis deutlich weniger als zehn Millionen Euro kassieren wird

Düsseldorf · Das Portal „transfermarkt.de“ veröffentlicht geschätzte Marktwerte der Zweitliga-Spieler und aktualisiert sie in regelmäßigen Abständen. Nach dem jüngsten Update ist Fortuna-Profi Christos Tzolis zehn Millionen Euro wert. So viel Geld wird der Klub für ihn allerdings wohl nicht bekommen können.

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Foto: Moritz Mueller

Christos Tzolis ist dieser Tage in aller Munde. Erst hat der Linksaußen von Fortuna am letzen Spieltag der regulären Zweitliga-Saison mit einem Dreierpack gegen den 1. FC Magdeburg (3:2) die Torjägerkanone gewonnen, dann alle drei Treffer beim 3:0-Sieg im Relegations-Hinspiel gegen Bochum vorbereitet und am Freitagabend im Trikot der griechischen Nationalmannschaft bei der 1:2-Niederlage gegen Deutschland stark auf sich aufmerksam gemacht. Angesichts seiner Leistungsexplosion im vergangenen Halbjahr verwundert es nicht, dass der Marktwert von Tzolis kürzlich auf zehn Millionen Euro hochgeschnellt ist.

Das geht aus dem jüngsten Markwert-Update des Portals „transfermarkt.de“ hervor, wonach sich der 22-Jährige um drei Millionen Euro gesteigert hat und gemeinsam mit Assan Ouedraogo vom FC Schalke 04 hinter Nürnberg-Talent Can Uzun (zwölf Millionen Euro) nun der zweitwertvollste Spieler der Zweiten Liga ist. Aller Voraussicht nach wird er diesen Status jedoch nicht lange halten können, schließlich plant Tzolis einen Wechsel in die Bundesliga. Und Fortuna, die den Linksaußen vor anderthalb Wochen über die Aktivierung der Kaufoption in Höhe von drei Millionen Euro vom englischen Zweitligisten Norwich City verpflichtet hat, wird ihn vermutlich für eine Summe deutlich unterhalb seines Marktwerts weiterverkaufen.

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Tzolis wollte sich zu seiner Zukunft nicht äußern

Denn im neuen Vertrag des Griechen, der nun in Kraft tritt, ist eine Ausstiegsklausel in Höhe von sechs Millionen Euro verankert, die ein interessierter Verein bis zum 15. Juli ziehen kann. Erst wenn das nicht passieren sollte, könnte Fortuna eine dem Marktwert entsprechende Summe aufrufen. Dass der Torschützenkönig in Düsseldorf bleibt, ist nämlich so gut wie ausgeschlossen; schon allein deshalb, weil sich der Klub das jährliche Grundgehalt des 22-Jährigen in Höhe von 1,2 Millionen Euro nicht leisten kann. Während der Leihe in der vergangenen Saison hatte Norwich einen Großteil seines Salärs bezahlt.

Tzolis selbst wollte sich zu seiner Zukunft zuletzt nicht äußern. Kostenpflichtiger Inhalt Auf die Frage, ob er bei Fortuna bleibe, zu einem Klub in die Bundesliga oder ins Ausland wechsele, antwortete er im exklusiven Gespräch mit unserer Redaktion: „Ich kann es jetzt ehrlich noch nicht sagen. Ich kann sagen, was aktuell der Stand ist: Ich bin Spieler von Fortuna. Ich habe dort einen Vertrag, sie haben mich verpflichtet. Fortuna ist und bleibt mein erster Ansprechpartner. Ich bin jetzt noch mit der Nationalmannschaft im Einsatz. Danach setzen wir uns mit den Fortuna-Bossen zusammen und diskutieren die Optionen.“

Sobottka, Hoffmann, Gavory und Jastrzembski verlieren

Tzolis ist allerdings nicht der einzige Fortuna-Profi, der seinen Marktwert nach der besten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte kräftig gesteigert hat. Mittelfeldspieler Yannik Engelhardt hat um 1,2 Millionen Euro zugelegt und ist nun vier Millionen Euro wert, während sich Ao Tanaka um 500.000 Euro auf denselben Wert verbessert hat. Gestiegen sind außerdem die Marktwerte von Jamil Siebert (auf drei Millionen Euro), Emmanuel Iyoha (auf 1,2 Millionen Euro) und Tim Oberdorf (auf eine Million Euro).

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Bei vier Akteuren ging es jedoch auch in die andere Richtung. Marcel Sobottka (jetzt eine Million Euro), Andre Hoffmann, Nicolas Gavory (beide 800.000 Euro) und Dennis Jastrzembski (jetzt 500.000 Euro) haben teilweise deutlich an Wert eingebüßt. Das Portal „transfermarkt.de“ beschreibt den Prozess der Marktwert-Entstehung übrigens so: „Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt.“

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