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Fortuna Düsseldorf: Christian Preußer von Zweitligist F95 wähnt sich vor kritischen Tagen

Fortuna-Trainer Preußer nach 0:3 in Bremen : „In den nächsten Tagen wird es sehr kritisch“

Die Lage bei Zweitligist Fortuna spitzt sich immer weiter zu. Nach der 0:3-Niederlage beim SV Werder Bremen werden die Argumente für Trainer Christian Preußer immer weniger. Wie er das Spiel einordnet. Was er in den kommenden Tagen erwartet.

Christian Preußer ist darum bemüht, das gerade Erlebte irgendwie einzuordnen. Doch es fällt ihm merklich schwer, in Worte zu fassen, was sich im Prinzip seit Saisonbeginn sehr verlässlich wiederholt: Die von ihm trainierte Mannschaft liefert einfach nicht ab. Jedenfalls nicht in dem Maße, als dass sie realistische Chancen hätte, gegen Teams aus der Gewichtsklasse von Werder Bremen gewinnen zu können. Wohlgemerkt: Auch gegen deutlich kleinere Kaliber sah man nicht besonders gut aus.

Nun also Werder. Ein Spiel, bei dem man nicht wirklich das Heft des Handelns an sich reißen konnte. Dass man aber schließlich komplett vergeigte, nachdem sich Kristoffer Peterson zu einer unfassbar dümmlichen Aktion hinreißen ließ. Sein völlig übermotiviertes Einsteigen an der Seitenlinie war schlicht unprofessionell. Es passte aber in sein schwaches Gesamtbild.

„Die Rote Karte war der Wendepunkt des Spiels“, befindet Preußer. „Wir haben in der Spielzeit sehr viel mit individuellen Fehlern zu tun gehabt. Wir bleiben jetzt aber in der Gruppe und besprechen das intern. Aber ja, es war heute schon ein großer Knackpunkt für das Spiel.“

Hinter den Kulissen scheint es gewaltig zu rumoren. Erneut fehlten Dragos Nedelcu und Leonardo Koutris. Eine direkte Nachfrage, ob die Entscheidung, beide für den Kader nicht zu nominieren, ein Indiz dafür sei, dass sie unmittelbar den Verein verlassen könnten, lässt Preußer unbeantwortet. Er sagt: „Wir haben ja gesagt, dass wir in der Pause uns alles ansehen wollten. Und auch die Eindrücke aus dem Testspiel gegen Freiburg sind da eingeflossen, dass beide nicht im Kader waren.“

Doch auch die anwesenden Spieler konnten nicht einmal im Ansatz die Erwartungen erfüllen. Die Partie gegen den SV Werder Bremen sollte Aufbruchstimmung erzeugen. Stattdessen brennt es nun lichterloh unterm Fortuna-Dach.

Ein Umstand, dessen sich auch Preußer sehr wohl bewusst ist. „Es ist schon ein ernüchterndes Ergebnis“, sagt Preußer. „In den nächsten Tagen wird es sehr kritisch, das ist klar. Wir müssen bei uns bleiben, wir müssen ruhig bleiben. Und gleichzeitig kritisch mit der Situation umgehen. Und dann geht es Freitag auch schon weiter gegen Nürnberg.“

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Die Zeit bis dahin erscheint mindestens zu knapp, um Grundsätzliches ändern zu können. Dafür lag auch gegen sicher nicht übermächtige Bremer zu viel im Argen – individuell, aber eben auch als Gruppe. Fortuna taumelt in dieser Verfassung dem Abstieg in die Drittklassigkeit entgegen.

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