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Fortuna Düsseldorf: Christian Preußer glaubt gegen den SV Darmstadt 98 an Erfolg seines Teams

Fortuna-Trainer Preußer : „Wir müssen mehr Leidenschaft und Feuer zeigen“

Die Partie in Darmstadt könnte zum Schicksalsspiel für Christian Preußer werden. Der Cheftrainer braucht mit Fortuna unbedingt mal wieder ein Erfolgserlebnis. Und der 37-Jährige ist zuversichtlich, dass der Ernst der Lage nun auch wirklich vom Allerletzten im Team realisiert wurde.

Christian Preußer wählt seine Worte mit Bedacht. Bei seinem Repertoire an Formulierungen bedient er sich selten der branchenüblichen Floskeln. Jedenfalls nicht in der Form, dass er sie einfach nur als Schlagwörter in den Raum stellt. Er versucht zu erklären, warum es soweit gekommen ist. Natürlich stößt auch er längst an Grenzen. Denn tatsächlich erklärbar ist einiges, vieles aber auch nicht und manches würde automatisch dazuführen, sich selbst in Frage zu stellen.

Natürlich weiß auch er, dass die Luft immer dünner wird. Er ist mit seinem Team nun an einem Punkt in der Saison angelangt, wo die Zeit der Versprechen vorbei ist. Nun muss einfach nur noch abgeliefert werden. Dumm nur, dass der Spielplan keine Gnade kennt. Am Freitag trifft Fortuna ausgerechnet auf Darmstadt. Oder wie Preußer sagt: „So etwas wie das Team der Stunde.“ Will man sich in diesen tristen Zeiten, wenigstens etwas Hoffnung verordnen, dann sei der Blick auf diese Statistik empfohlen: die letzten beiden Duelle gegen Darmstadt konnte Fortuna für sich entscheiden.

„Für uns ist es eine sehr gute Möglichkeit, uns zu beweisen und aus der Situation herauszukommen. Es kann sein, dass wir uns gegen solche Teams wie Darmstadt leichter tun“, sagt Preußer. „Wir haben die Woche mit der Mannschaftsratsitzung begonnen. Da es eine lange Woche war, konnten wir intensiv arbeiten und in Gruppen mehr Zeit investieren. Das, was wir nach dem Heidenheim-Spiel aufbereitet haben, wurde mit in die Trainingswoche reingetragen. Die Mannschaft ist fokussiert und wir sind bereit für die Aufgabe.“

Traurig genug, dass dieser Modus nicht immer so in den Köpfen gewesen ist. Preußer kann man wirklich nicht vorwerfen, etwas Schönreden zu wollen. Er spricht vieles an, manches vielleicht sogar schon etwas zu selbstkritisch. „Wir wollen keine Kritik wegwischen. Wir wissen, was besser werden muss.“

Darmstadt ist eine Partie, die auch für ihn ganz persönlich entscheidend sein kann. Er braucht unbedingt ein Erfolgserlebnis. Würde man glanzlos baden gehen, könnte es für ihn sehr eng werden. Hinter den Kulissen sind Gerüchte laut geworden, es würde schon an einem Plan B für den Winter gearbeitet.

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„Wir wollen uns in den persönlichen Duellen besser durchsetzen. Gegen Heidenheim haben wir häufig um den gegnerischen Sechszehner gespielt. Außerdem müssen wir zielstrebiger sein und uns verschiedene Optionen erspielen – nicht nur die Flanke“, sagt er. „Wir müssen mehr Leidenschaft und Feuer zeigen.“

Shinta Appelkamp wird ihm noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Er machte Fortschritte, sei aber noch nicht soweit für den Kader. Gleiches gilt für Andre Hoffmann, der nach seiner Gehirnerschütterung Tests erfolgreich absolviert hat und mittelfristig wieder eingegliedert werden soll.

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