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Fortuna Düsseldorf: Christian Preußer empfing Rotsünder Edgar Prib zum Rapport

Nach unnötigem Platzverweis : Preußer empfängt Rotsünder Prib zum Rapport

Edgar Prib wurde nach seiner Roten Karte in der Partie gegen den Hamburger SV vom DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt. Was Fortunas Cheftrainer Christian Preußer zu der Aktion seines Mittelfeldakteurs sagt. Was er nun erwartet.

Edgar Prib war um Normalität bemüht. Während des Trainings am Dienstag versuchte er, sich nicht anmerken zu lassen, was da in den vergangenen Tagen auf ihn eingeprasselt war. Doch ganz normal ging es für den 31-Jährigen nach seiner Roten Karte am vergangenen Samstag in Hamburg natürlich nicht zu.

Das DFB-Sportgericht sperrte Prib nach dessen üblen Foul für drei Ligaspiele. Heißt: Der Routinier verpasst die Partien gegen den Karlsruher SC, Hansa Rostock und Hannover 96. Im DFB-Pokal (ebenfalls gegen Hannover) dürfte er aber spielen. Ob Trainer Christian Preußer ihn dann aber auch wirklich aufstellt, erscheint fraglich. Denn auch in den meisten anderen Begegnungen in der bisherigen Spielzeit war Prib mehr Belastung denn Zugewinn.

Neben des Urteils des Sportgerichts musste er auch die Reaktion seines Trainer abwarten. Nach der Begegnung in der Hansestadt musste er zum Rapport antanzen. Dieses Urteil fiel allerdings recht milde aus. „Er hat das natürlich nicht mit Absicht gemacht. Er geht ja nicht hin und will ihn foulen“, erklärt Preußer auf Nachfrage unserer Redaktion. „Die Strafe gegen ihn ist für mich okay, das haben wir akzeptiert. Auch wenn es gern ein Spiel weniger hätte sein können.“

Natürlich eine sehr subjektive Sichtweise. Objektiv betrachtet, kann Fortuna froh sein, dass es schlussendlich „nur“ eine Sperre über drei Spiele geworden ist. Denn das Foul sah schon sehr übel aus. Auch wenn Preußer versucht, zu beschwichtigen. „So viel Dynamik ist in dieser Szene gar nicht drin. Er war einfach zu spät“, sagt er, muss dann aber auch eingestehen, dass „er da so nicht hingehen darf“.

Vorstandsmitglied Klaus Allofs hatte nach der Partie etwas deftigere Worte in Richtung des Mittelfeldspielers gewählt. „Er wollte zeigen, dass auch er ein Anführer sein kann. Er hat dafür allerdings das falsche Mittel gewählt“, sagte der 64-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich ein Spieler mit seiner Erfahrung besser im Griff hat. Aber so etwas passiert leider in der Hektik des Spiels.“

So wird das Preußer womöglich auch sehen. Und dennoch ist er natürlich darum bemüht, den Druck aus dieser Thematik maximal rauszunehmen. „Eddie ist da sehr selbstkritisch. Er weiß, was das mit dem Spiel gemacht hat“, sagt Preußer, um dann wieder auf etwas Positives zu stoßen. „Es ist ein gutes Zeichen, dass wir das Ergebnis trotz seines Fehlers korrigieren konnten.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir und die Fans den Fortunen gegeben