Fortuna Düsseldorf braucht mehr Offensivkraft

18 Tore in der Hinrunde sind zu wenig : Fortuna braucht mehr Offensivkraft

Defensiv stimmt es bei Fortuna, das bewies die Leistung im Testspiel gegen Enschede am Dienstag nochmal. Doch ein Problem bleibt: die Offensive. Trainer Friedhelm Funkel verlagert den Trainingsschwerpunkt.

Es sah gar nicht schlecht aus, was Fortuna im Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Twente Enschede (1:1) am Dienstag auf den Platz brachte. Allerdings mit Einschränkungen. Denn während defensiv schon viel stimmte, war die offensive Darbietung eher mau. Nun sollte man Testspiele ohnehin nie als echten Maßstab heranziehen, doch es bestätigt das Bild der Hinrunde: Bei eigenem Ballbesitz fehlen Fortuna die spielerischen Möglichkeiten, um für Torgefahr zu sorgen.

Das hat Trainer Friedhelm Funkel natürlich auch erkannt und begann am Mittwochmorgen damit, auf dem Trainingsplatz in Marbella vermehrt offensive Spielformen üben zu lassen. Denn eines ist klar: 18 Tore in der Hinrunde waren zu wenig. Eine ähnlich geringe Ausbeute in den verbleibenden 17 Partien dürfte wohl eher nicht für den Klassenerhalt reichen.

Zumal von den Treffern auch noch elf auf das Konto des äußerst effektiven Rouwen Hennings gehen. Hier soll es in der Rückrunde nach Maßgabe der Verantwortlichen eine bessere Verteilung auf mehrere Schultern geben. Die neue Leihgabe vom FC Schalke 04, Steven Skrzybski, zeigte mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Enschede schon einmal, dass er dafür bereit scheint. Auch Dawid Kownacki, der mit 7,1 Millionen Euro teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, soll seine Torflaute nach Wunsch der Düsseldorfer schnell beenden.

Die größten Hoffnungen ruhen aber auf einem anderen: Kevin Stöger. Nach seinem Kreuzbandriss steht der österreichische Mittelfeldspieler wieder auf dem Platz. Gegen Enschede wurde der Österreicher noch geschont. Doch gegen den FC Basel wird Stöger wohl sein Comeback für eine Halbzeit geben. Der 26-Jährige soll das machen, was in der Hinrunde so selten klappte: den letzten oder vorletzten, jedenfalls entscheidenden Pass vor dem Torerfolg spielen.

Alleine wird Stöger es aber nicht richten können. Auch weil Funkel schon durchblicken ließ, dass der Mittelfeldspieler zu Beginn der Rückrunde noch kein Mann für die volle Spielzeit sein wird. Somit stehen zudem die Sommerzugänge in der Pflicht. Vor allem Nana Ampomah und Bernard Tekpetey dürfen sich noch steigern.