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Fortuna Düsseldorf braucht ihre starken Joker

Fortuna Düsseldorf : Fortuna braucht ihre starken Joker

Rein statistisch hat Fortuna Düsseldorf mit die erfolgreichsten Einwechselspieler der Zweiten Liga. Beim 2:3 gegen Aue kam Mathis Bolly jedoch viel zu spät, um noch etwas zu bewirken.

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Oliver Reck als der Zweitliga-Trainer mit dem glücklichsten Händchen. Zum einen bei der Nominierung seiner Startelf: Da hatte er schon in seiner Zeit als Interimstrainer Fortunas oft genau die richtige Nase, warf zuvor formschwache (Beispiel Erwin Hoffer) oder nahezu unbekannte Spieler (Beispiel Tugrul Erat) genau zum richtigen Zeitpunkt ins Rennen. Das setzte sich dann auch in Recks erster Phase als Chefcoach fort, als er überraschend ausgerechnet im Spitzenspiel beim 1. FC Kaiserslautern auf einen Torhüterwechsel zugunsten Lars Unnerstalls setzte und damit beim 1:1 richtig lag.

Zum anderen verdiente sich Reck diesen Ruf aber auch mit seinen Einwechslungen. Schon fünfmal in der aktuellen Saison holte der Fortuna-Trainer während einer laufenden Partie einen Profi von der Bank, der sich anschließend mit einem Treffer für das Vertrauen bedankte. Eine kleine Rückschau:

Qualitäten wie in diesen fünf Partien braucht Fortuna in den kommenden Wochen dringend. Schon beim 2:3 gegen Aue wären sie wichtig gewesen, aber da verschenkte Reck die Möglichkeit, die Wende von der Bank zu holen.

Erst in der 64. Minute wechselte er Hoffer für Pohjanpalo ein, obwohl dem Finnen rein gar nichts gelingen wollte. Und warum Bolly gar erst in der 85. kam, leuchtete kaum jemandem in der Arena ein. Ohnehin nutzt Fortuna nach Meinung vieler Anhänger zu selten aus, dass der 24-Jährige der schnellste Spieler der Liga ist: Wird Bolly bei einer Führung eingewechselt, sollten doch gute Chancen bestehen, einen entscheidenden Konter anzubringen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

(jol)