Fortuna Düsseldorf bestätigt Trennung von Vorstandschef Robert Schäfer

Fußball-Bundesliga : Fortuna bestätigt Trennung von Vorstandschef Schäfer

Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf hat die bevorstehende Trennung von Vorstandschef Robert Schäfer nun auch offiziell bestätigt. Unserer Redaktion hatte darüber bereits am Samstag exklusiv berichtet.

Fortuna Düsseldorf trennt sich von seinem Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer. Der Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten, Reinhold Ernst, bestätigte dies nur wenige Stunden vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den FC Bayern München (15.30 Uhr). „Seit längerem überlegen wir, wie wir uns für die Zukunft neu aufstellen. Richtig ist, dass wir Robert Schäfer dies mitgeteilt haben“, sagte der 57-jährige Ernst. Zuerst hatte unsere Redaktion am Samstag darüber berichtet. Ernst betonte: „Wir befinden uns schon länger in Gesprächen mit Robert Schäfer über eine einvernehmliche Trennung.“ Unsere Redaktion konfrontierte Schäfer am Samstag Mittag mit den Nachrichten aus dem Aufsichtsrat. Schäfer zeigte sich gefasst, wollte sich aber nicht zum Stand der Dinge um seine Person äußern. „Es gibt von mir gerade nichts zu kommentieren“, sagte er.

Unterstützung für Schäfer kommt nun ausgerechnet von Friedhelm Funkel.„Dass wir kein Vertrauensverhältnis haben, ist falsch“, sagte Fortunas Trainer der Sportbild. „Zwischen Robert und mir ist in den letzten Wochen wieder eine vernünftige Zusammenarbeit entstanden. Wir haben uns wieder angenähert.“

Erst im August vergangenen Jahres war der Vertrag mit Schäfer frühzeitig um zwei Jahre bis 2021 verlängert worden. Der Verein hatte den Manager im März 2016 zuvor in einer Krisensituation von Dynamo Dresden an den Rhein geholt. Mit Schäfer und dem damals ebenfalls neuen Trainer Friedhelm Funkel schaffte die Fortuna die Rückkehr in die Bundesliga und erholte sich auch wirtschaftlich.

Schäfer stolperte über eine Reihe von Disharmonien. Im Trainingslager von Marbella war es nach einer Vertragsposse zum Zerwürfnis mit Trainer Friedhelm Funkel gekommen. Die beiden haben sich aber mittlerweile wieder zusammengerauft. Im Aufsichtsrat war man nicht so zuversichtlich, in eine gemeinsame Zukunft zu gehen. „Natürlich hat die Sache in Marbella mitgespielt. Das hat zu einem Vertrauensverlust geführt. Das war der Auslöser, aber es haben noch anderen Faktoren mitgespielt. Es ist ein Bündel an Themen, die dazu geführt haben. Er hat viele Sachen gut gemacht. Wir waren am Abgrund der Dritten Liga. Es hätten aber Dinge besser gemacht werden können“, sagte Reinhold Ernst am Sonntagmorgen in der Fernsehsendung „Doppelpass“.

Als Nachfolger Schäfers ist nach Informationen unserer Redaktion der Westfale Thomas Röttgermann im Gespräch.

mit dpa

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