Fortuna Düsseldorf: Benito Raman wird von mehreren Klubs umworben

„Es liegt keine Anfrage für ihn vor“ : Raman ist Fortunas Goldesel

Benito Raman ist seit Wochen in toller Form. Das macht ihn freilich auch für andere Klubs interessant. Fortuna steht nun vor der Frage: Behalten oder für viel Geld verkaufen? Er ist jedenfalls der einzige Akteur, mit dem der Klub viel Geld verdienen kann.

Es hat eine Zeit gedauert, aber jetzt ist Benito Raman endgültig in der Bundesliga angekommen. Seit sieben Spielen steht der Belgier stets in der Startelf von Fortuna. In der Rückrunde hat der Angreifer, der meist über eine der beiden Außenbahnen kommt, in bisher elf Einsätzen drei Tore vorbereitet und sechs selbst erzielt. Eine beeindruckende Quote. Das macht Raman beliebt, auch außerhalb der Grenzen von Düsseldorf.

Die Gerüchteküche brodelt. In der Bundesliga sollen ihn Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach im Blick haben. Und auch ein englischer Verein soll ein Auge auf den 24-Jährigen geworfen haben: der FC Everton aus Liverpool. Und spätestens wenn ein Team aus der finanzstarken Premier League ins Rennen einsteigt, wird es spannend. Denn das heißt automatisch, dass der Preis in die Höhe getrieben wird.

Fortunas Sportvorstand bleibt aber noch ganz ruhig. „Es ist doch klar, dass seine guten Leistungen national und international Beachtung finden. Aber es liegt derzeit keine Anfrage für ihn bei uns vor“, sagt Lutz Pfannenstiel auf Anfrage unserer Redaktion. „Benito hat bei uns noch einen langfristigen Vertrag bis 2022. Wir freuen uns, dass Benito bei uns ist, und Benito ist froh, bei uns zu sein. Von daher sehen wir das Ganze sehr entspannt.“

Es ist sicherlich eine komfortable Situation, die allerdings zu einer ernsten Zwickmühle führen kann. Sollte einer der interessierten Klubs ein Angebot einreichen, wird Pfannenstiel zusammen mit Trainer Friedhelm Funkel genau abwägen müssen, wo die Schmerzgrenze liegt. Ramans aktueller Marktwert wird auf etwa fünf Millionen Euro taxiert. Wenn ein Klub aber bereit ist das drei- bis vierfache auf den Tisch zu legen, könnten die Verantwortlichen dem Vernehmen nach schwach werden.

Raman selbst hat in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings immer wieder betont, dass er sich in Düsseldorf und bei der Fortuna sehr wohlfühlt und das gute Verhältnis zu Coach Funkel hervorgehoben. Seinen Ruf als Enfant terrible, den er aus Belgien mitgebracht hatte, ist er ohnehin schon seit längerer Zeit los. Die Verlockung in einem internationalen Wettbewerb spielen zu können, reizt aber naturgemäß jeden Profifußballer.

Fest steht, dass Raman einer der wenigen Spieler in Düsseldorfs Kader ist, mit dem der Klub richtig Geld machen kann. Denn die ebenfalls umworbenen Kaan Ayhan und Kevin Stöger haben Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen, die ihnen einen Wechsel wohl für eine Summe unterhalb ihres Marktwertes erlauben würden. Und der wertvollste Mann im Kader, Dodi Lukebakio, ist nur ausgeliehen.

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