Fortuna Düsseldorf: Benito Raman wird immer wertvoller

Immer wertvoller für Fortuna : Benito Raman hat den Durchbruch endgültig geschafft

Mit seiner Schnelligkeit kann Fortuna Düsseldorfs Angreifer Benito Raman Spiele allein entscheiden. Der Belgier hat einige Zeit benötigt, sich an die Bundesliga zu gewöhnen – doch jetzt hofft er wie seine Kollegen, dass das 4:0 auf Schalke sein endgültiger Durchbruch war.

Benito Raman gehörte zu den großen Gewinnern, als das Internetportal „transfermarkt.de“ am Mittwoch seine neuen Marktwerttabellen veröffentlichte. Mit 4,5 Millionen Euro ist Fortunas Stürmer dort jetzt notiert – um 50 Prozent oder 1,5 Millionen höher als bei der Erhebung zuvor. Raman ist damit in dieser speziellen Rangliste der drittwertvollste Profi im Düsseldorfer Kader hinter seinem Landsmann Dodi Lukebakio (zehn Millionen) und Innenverteidiger Kaan Ayhan (sechs).

Nun sind solche Zahlen grundsätzlich fiktiv, denn von einem virtuellen Marktwert kann sich weder Raman noch Fortuna etwas kaufen. Er spiegelt jedoch die gestiegene Bedeutung des Angreifers innerhalb des Kaders wider, was noch bedeutsamer dadurch wird, dass die Truppe insgesamt sehr erfolgreich spielt – da sollte es doch einem Einzelnen grundsätzlich schwerer fallen, noch nach oben herauszustechen.

Vor allem beim 4:0-Sieg auf Schalke ist das Raman jedoch gelungen. Gemeinsam mit seinen Sturmkollegen Lukebakio und Dawid Kownacki wirbelte der 24-Jährige die Gelsenkirchener durcheinander, war an der Entstehung fast aller gefährlichen Szenen beteiligt und erzielte das 3:0 mit einem strammen Linksschuss in den Giebel selbst. „Ich glaube, ich kann mit meiner Performance heute glücklich sein“, sagte Raman nach dem Abpfiff mit einem verschmitzten Lächeln. „In der Zweiten Liga hatte ich ja auch schon ein paar gute Spiele, aber in der Bundesliga war dieses wahrscheinlich mein bestes.“

Das sahen Trainer Friedhelm Funkel und die Teamkollegen ähnlich – verbunden mit der Hoffnung, dass der Außenstürmer am Montag (20.30 Uhr, Arena) gegen Eintracht Frankfurt und auch in den danach verbleibenden neun Saisonspielen ähnlich starke Auftritte hinlegt. Es ist schlichtweg die Hoffnung, dass Raman nun endgültig den Durchbruch geschafft hat, was ihm Funkel schon etwas früher zugetraut hatte. „Ich glaube, dass Benito es in der Bundesliga etwas leichter haben kann, weil er größere Räume für seine Schnelligkeit vorfindet“, hatte der Coach nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer orakelt.

Teilweise war das auch so, etwa beim 4:1 über Hertha BSC, als der Belgier als „Joker“ zwei Treffer beisteuerte. Manchmal stand er sich aber wieder selbst im Weg, wie im Hinspiel gegen Schalke (0:2), als er eine Riesenchance freistehend vor Torhüter Ralf Fährmann vergab. Aktuell sieht es so aus, als seien diese Startprobleme Vergangenheit. „Es gibt schon eine gute Verbindung zwischen Dodi, Dawid und mir“, sagt Raman, der allerdings auch mit Rouwen Hennings schon mehrfach bestens harmonierte.

Und es sieht ganz so aus, als sollte der 24-Jährige auch das nächste seiner noch drei Vertragsjahre mit Fortuna in der deutschen Eliteklasse verbringen. „Warten wir das doch noch einmal ab“, sagt er dazu und passt sich damit perfekt der offiziellen Düsseldorfer Sprachregelung an. „Es gibt immer noch 30 Punkte einzufahren bis zum Saisonende. Und mit jedem Spieltag wird es schwieriger für die Teams hinter uns, an uns vorbeizukommen.“ Erst recht, wenn Fortuna auch gegen die Eintracht, gegen die sie das Hinspiel 1:7 verlor, punkten sollte.

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