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Fortuna Düsseldorf: Bei seinem ersten Einsatz hat Kristoffer Peterson Ärger mit Marco Rose

Fortuna-Profi bekommt Einlauf : Warum Rose sich Peterson vorgeknöpft hat

Beim Testkick zwischen Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf waren mächtig Emotionen im Spiel. In der Halbzeitpause knöpfte sich Marco Rose den Schweden Kristoffer Petterson vor und forderte ihn auf, etwas abzukühlen.

Uwe Rösler wollte diese Partie unbedingt, um einigen Spieler so wichtige Einsatzminuten zu ermöglichen. Bei Kristoffer Peterson, Zugang von Swansea City, muss er sich offenbar keine zusätzliche Mühe geben – der ist auch nach längerer Pause sofort auf Betriebstemperatur.

Davon konnte sich Fortunas Trainer im Testkick gegen Borussia Mönchengladbach überzeugen. Peterson, der seit März erst sein zweites Fußballmatch überhaupt bestritten hatte, ging gallig zur Sache. Er scheute keinen Zweikampf und spulte ein gehöriges Laufpensum ab. Manchmal ging er ein wenig übermotiviert an sein Tagewerk.

Und das bemerkte auch Gladbachs Trainer Marco Rose, dem irgendwann der Kragen platzte und aufs Feld rief: „Ey, Nummer 12, Nummer 12, komm mal was runter.“ Kurz drauf dann eine Rudelbildung und Rose und Peterson machten erneut Bekanntschaft miteinander. Die Nummer 12, Überraschung, war der Schwede Peterson – und der war unglücklich mit dem Franzosen Alassane Pléa zusammengeprallt. Direkt bildete sich eine Traube. Der umsichtige Schiedsrichter Mark Borsch (erster Einsatz als Hauptschiedsrichter seit drei Jahren) aus Mönchengladbach, normalerweise Linienrichter im Team von Felix Brych, pfiff zur Pause. Die Gemüter beruhigte das aber zunächst nicht wesentlich.

Rose stiefelte mit seiner grünen Mütze neben Peterson her und versuchte wohl nochmal das Gesehene aufzuarbeiten – vielleicht in diesem Moment nicht die allerbeste Idee, da beide mit dem Emotionen nicht in der Lage waren zum sachlichen Austausch.

Rösler griff schließlich ein und schob Peterson Richtung Kabine. Der Ärger war allerdings auch ganz schnell wieder verflogen – und es kam zum Happy-End. Denn nach der Partie gaben sich Rose und Peterson demonstrativ die Hand und versöhnten sich wieder.

Peterson ist jedenfalls heiß auf weitere Einsätze für Fortuna. „Es hat sich sehr gut angefühlt, endlich wieder auf dem Rasen stehen zu dürfen“, sagte er. „Einige Laufwege müssen sich noch einspielen, aber das wird nicht lange dauern.“ Seine Motivation stimmt jedenfalls schon einmal. Ein großes Plus auf dieser Position – er ist ja Nachfolger von Nana Ampomah.