Fortuna Düsseldorf: Bei Eintracht Braunschweig geht es um die gute Stimmung

Fortunas Jahresabschluss: In Braunschweig kämpft Fortuna um die gute Stimmung

Das vergangene halbe Jahr der Fortuna war geprägt von Aufs und Abs. Bei der Eintracht braucht das Team ein Erfolgserlebnis, um die kommenden Monate möglichst positiv angehen zu können.

Ein Fußballfan aus der Landeshauptstadt, der das vergangene halbe Jahr auf einer Polarstation ohne Nachrichtenzufuhr verbracht hat, hätte seine helle Freude an der Zweitliga-Tabelle. Fortuna Düsseldorf auf Platz drei, nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter, aber deren fünf vor dem Viertplatzierten - was für eine Hinrunde! Der Haken an der Geschichte ist, dass der gemeine Fußballfan nicht allzuoft auf Polarstationen lebt, und so drohen Fortuna trotz der zweitbesten Hinserie der Vereinsgeschichte für die ab morgen anstehende Winterpause eine ganze Reihe murrender Anhänger.

Berechtigt ist das nur zum Teil, denn unterm Strich, so betont auch Trainer Friedhelm Funkel, "sind 31 Punkte aus 17 Spielen ein ganz tolles Ergebnis". Das hätte vor der Saison auch jeder, der es mit den Düsseldorfern hält, unterschrieben. Doch Funkel und seine Schützlinge haben eben die Preise selbst verdorben mit einem Saisonstart, der nach dem Fast-Abstieg der Vorsaison außerhalb jeder Vorstellungskraft lag. Bis Mitte Oktober holte Fortuna neun Siege aus elf Pflichtspielen, doch aus den sechs anschließenden folgte kein weiterer mehr. Das zweifellos starke Gesamtergebnis leidet also unter dem Trend, der die Düsseldorfer in einer Formrangliste aus den jüngsten sechs Partien als Tabellenvorletzten ausweist, nur unterboten vom FC St. Pauli.

"Wir sind nicht der FC Bayern, der jeden Gegner 90 Minuten an die Wand spielen kann", sagt Torjäger Rouwen Hennings. "Aber wir wissen selbst, dass unsere Ergebnisse zurzeit nicht so sind, wie wir uns das wünschen." Umso wichtiger wäre es, dass Fortuna zum Jahresausklang heute (18.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig ein Erfolgserlebnis verbucht. Denn was den Fans am meisten im Gedächtnis bleibt, ist der letzte Eindruck. Nehmen sie einen positiven mit, hebt das die Stimmung bis zum Neustart am 24. Januar gegen Aue gewaltig.

(jol)