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Fortuna Düsseldorf: Ankunft im Trainingslager in Malaga, Arbeit an Kondition, Kameradschaft und Kombinationsspiel

Ziele im Trainingslager : Fortuna arbeitet an Kondition, Kameradschaft und Kombinationsspiel

Fortuna ist im Trainingslager in Marbella angekommen. Acht Tage haben die Düsseldorfer nun Zeit, die Basis für eine erfolgreiche Rückrunde zu schaffen. Besonders drei Aspekte stehen dabei im Fokus.

Um kurz vor 10 Uhr landete Flug EW9536 auf der Landebahn in Malaga. An Bord: der Tross von Fortuna. Wenig später bezogen die Düsseldorfer das Hotel Melia Banus im knapp eine Autostunde entfernten Marbella. Acht Tage haben die Düsseldorfer nun Zeit, die Grundlagen dafür zu schaffen, damit nach den 17 Rückrundenspielen erneut der Klassenerhalt in der Fußball-Bundeliga gefeiert werden kann. Für Fortuna geht es an der Costa del Sol dabei vor allem darum, an drei Dingen zu arbeiten:

Kondition Die Zahlen sprechen für sich. 1893,4 Kilometer ist Fortuna in der Hinrunde gelaufen. Das bedeutet analog zur Tabelle den 16. Platz im Vergleich mit den anderen Mannschaften. Nur Wolfsburg und Schalke sind weniger gelaufen. Den Top-Wert hat Paderborn mit 2034,8 gelaufenen Kilometern. Nach dem Aufstieg 2018 hatte Friedhelm Funkel gesagt: „Wir müssen fitter sein als die anderen.“ Es war einer der Grundsteine für den Klassenerhalt. Es wirkte in der abgelaufenen Hinrunde zwar nicht so, als sei Fortuna per se nicht fit genug gewesen. Aber in manchen Spielen fehlte der Wille, diese Fitness auch auf dem Platz umzusetzen. Der Coach machte schon beim Auftakt am Freitag an der Arena in Stockum klar, dass es in den kommenden Tagen keine Gnade geben wird. Nach dem Laktattest mussten die Spieler direkt eine weitere Laufeinheit absolvieren. Funkel will sich sicher nicht nachsagen lassen, er hätte nicht alles versucht, um sein Team in die bestmögliche Verfassung zu bringen.

Kameradschaft Im Vergleich zur Vorsaison hinterließ das Team in mehreren Spielen den Eindruck, dass es nicht als verschworene Einheit um Punkte kämpft. Das veranlasste dann auch Vorstandsboss Thomas Röttgermann zu einer bemerkenswerten Brandrede vor den letzten beiden Hinrundenspielen. „Ich spreche den Willen nicht gänzlich ab, aber wir brauchen eben den unbedingten Willen und müssen sagen: ,Wir lassen uns das heute nicht vom Brot nehmen, und wenn doch, dann wird es richtig wehtun.’ Dieses Gefühl habe ich nicht“, hatte der 59-Jährige gesagt. Und: „Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Wir müssen noch ein Stück mehr Energie aufwenden.“ Nun gilt es, die Uhren auf Null zu stellen und die vormals beschworene symbolische Wagenburg, in die keiner eindringen kann, wieder aufzubauen.

Kombinationsspiel Es gab zwar auch einige Mängel in der Defensive, doch das größte Defizit wies Fortuna aus, wenn sie in Ballbesitz war. Das Umschalten nach Ballgewinn war kein Vergleich zur vergangenen Spielzeit. Alle Verantwortlichen hatten zwar vor allem aufgrund des Ausfalls von Kevin Stöger (Kreuzbandriss) und der Abgänge von Dodi Lukebakio und Benito Raman damit gerechnet. Doch es war keinerlei Besserung in dieser Hinsicht im Laufe der Hinrunde zu erkennen. Nun ist die Schonzeit spätestens abgelaufen. Auch wenn Fortuna mal nicht kontern kann, muss sie in der Lage sein, spielerische Lösungen für Offensivaktionen zu finden. Denn hätte Rouwen Hennings nicht die Form seines Lebens und würde aus nahezu jeder Chance auch ein Tor machen, würde es Fortuna noch düsterer aussehen. Und die Hoffnung darf dabei auch nicht alleine auf dem wiedergenesenen Stöger ruhen.

Nach den Trainingseinheiten am Samstag (16.30 Uhr), Sonntag und Montag steht am Dienstag dann das erste von zwei Testspielen an: In Coín trifft Fortuna auf den holländischen Erstligisten Twente Enschede (16 Uhr). Am Freitag geht es dann im Marbella Football Center gegen den Schweizer Topklub FC Basel (16 Uhr).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortunen in Spanien angekommen