Ex-Gladbacher Baumjohann „Selbst Fortuna wollte mich nicht verpflichten“

Düsseldorf · Im Sommer 2008 wollte Alexander Baumjohann Borussia Mönchengladbach verlassen, weil er sich dort nicht durchsetzen konnte. Einen Wechsel zu Fortuna Düsseldorf stand im Raum – doch der damalige Drittligist blockte ab. Für beide Seiten eine gute Entscheidung.

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Foto: dpa/Marton Monus

Der frühere Gladbach-Profi Alexander Baumjohann hätte sich im Sommer 2008 vorstellen können, zu Fortuna Düsseldorf zu wechseln. Der damals 21-Jährige wollte Borussia vor seinem letzten Vertragsjahr unbedingt verlassen, weil er unter Trainer Jos Luhukay keine Rolle spielte. „Es fand sich aber kein Abnehmer. Selbst Fortuna Düsseldorf aus der 3. Liga wollte mich nicht verpflichten“, erzählte er jüngst dem Online-Portal „transfermarkt.de“.

Also blieb Baumjohann in Mönchengladbach – und setzte sich in der darauffolgenden Saison durch. Unter Hans Meyer ging sein Bundesliga-Stern da so richtig auf. „Drei Monate später habe ich beim FC Bayern unterschrieben“, sagte er. „Deswegen sehe ich es eher so, dass es auch schlechter hätte laufen, auch wenn mehr drin gewesen wäre. Das ist bei jeder Karriere so. Wahrscheinlich denken sogar Lionel Messi und Cristiano Ronaldo ähnlich.“

Und auch für Fortuna hätte es in der Saison 2008/09 schlechter laufen können. Damals feierten die Düsseldorfer unter Trainer Norbert Meier nach zehn Jahren die Rückkehr in die Zweite Liga. Seitdem schafften es die Rheinländer, sich mindestens im deutschen Unterhaus zu halten.

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Foto: Frederic Scheidemann

Baumjohanns Karriere hingegen tat der Wechsel zum FC Bayern eher weniger gut. Nach nur einem halben Jahr wechselte er zu seinem Jugendklub Schalke 04. Nach weiteren Stationen beim 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC wagte der heute 35-Jährige dann den Sprung ins Ausland und spielte in den vergangenen Jahren in Brasilien und Australien. Seit Sommer 2021 ist er hingegen vereinslos.

Baumjohann: „Im Nachhinein mit mehr Erfahrung – wenn du einiges durchlebt hast – bist du immer schlauer. Als junger Spieler muss man gewisse Fehler machen, um aus ihnen zu lernen. Wenn ich zurückblicke: Generell war es bei mir immer wie eine Achterbahnfahrt. Es gab sehr viele Höhen, aber auch sehr viele Tiefen, was Verletzungen und Nicht-Berücksichtigungen von Trainern anbelangt. Aber letztendlich denke ich, dass es auch ganz anders, also viel schlechter, hätte laufen können. Und ich denke andersherum weniger daran, wie es besser hätte sein können.“

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