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Fortuna Düsseldorf: 5:0 in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals beim VfL Oldenburg

5:0 beim VfL Oldenburg : Fortuna stürmt locker in die zweite Pokalrunde

Zum siebten Mal in Folge hat Fortuna Düsseldorf die erste Hauptrunde des DFB-Pokals erfolgreich überstanden. Beim Fünftligisten VfL Oldenburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Preußer nach einer souveränen Vorstellung mit 5:0 durch.

Von der Atmosphäre her war es nahezu ein Heimspiel für Fortuna. Überall im Oldenburger Stadion am Marschweg machten sich Düsseldorfer Fans lautstark bemerkbar, sicher rund 2000 unter den 4200 Zuschauern. Und ein ganz besonderer Anhänger war auch dabei: Ralf Voigt, Aufstiegsheld von 1995 und seit langem im Norden heimisch. Sie alle bekamen ein DFB-Pokalspiel beim Oberligisten VfL Oldenburg zu sehen, in dem der Favorit nie einen Zweifel daran aufkommen lassen wollte, wer der Chef im Ring ist. Am Ende hatten die Gäste 5:0 gewonnen und damit den Einzug in die zweite Hauptrunde sicher geschafft.

Der Schiedsrichter war ein gutes Omen für Fortuna. Sven Jablonski kommt zwar aus Bremen, nur 54 Kilometer von Oldenburg entfernt, aber seine Bilanz in Spielen der Düsseldorfer war schon erstaunlich: Der 31-Jährige pfiff unter anderem beim 3:0 in Osnabrück, beim 2:0 gegen den 1. FC Köln und beim legendären 3:3 beim FC Bayern München. Doch ob ein Zweitligist für die Partie bei einem Fünftligisten wirklich ein gutes Omen benötigt? Dann wohl doch schon eher die Qualität des eigenen Teams, und das hatte Preußer sehr offensiv aufgestellt.

In Christoph Klarer und Dragos Nedelcu standen nur zwei Spieler in der Startelf, für die das defensive Denken Tagesgeschäft ist. In Preußers System tummelten sich hinter den etatmäßigen Spitzen Dawid Kownacki und Rouwen Hennings gleich vier Außen mit Offensivqualitäten: Khaled Narey und Leonardo Koutris in der Viererkette sowie Felix Klaus und Nicklas Shipnoski eine Reihe weiter vorn. Dazu Edgar Prib und Shinta Appelkamp im zentralen Mittelfeld – da war allein schon von den Namen her klar, dass Fortuna das Heft des Handelns fest in der Hand halten wollte.

Das zeigte die Mannschaft dann auch auf dem Platz. Von Beginn an setzte Fortuna den Oberligisten massiv unter Druck, verzeichnete sechs Torabschlüsse in den ersten zehn Minuten, darunter ein Pfostenschuss von Kownacki. Oldenburg kam kaum zum Atmen, und Abschluss Nummer acht brachte dann in der 13. Minute auch Zählbares. Koutris flankte scharf nach innen, und Hennings setzte seinen Kopfball aus kurzer Distanz humorlos ins Netz.

Zehn Minuten lang ließen die Gäste den VfL etwas durchschnaufen, dann stellte erneut Hennings die Weichen endgültig auf zweite Pokalrunde. Den Kopfball des 33-Jährigen konnte Carsten Abbes in höchster Not nur noch ins eigene Netz lenken. Schön dann zu sehen, dass Hennings und Koutris den Eigentorschützen trösteten.

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Für die besonders Ängstlichen unter den Fortuna-Fans legte Kownacki dann wenig später das 3:0 nach: Nach einem Foul von Torhüter Thilo Pöpken an Klaus pfiff Jablonski Elfmeter, und den setzte der polnische Nationalstürmer souverän ins Netz. Dabei fiel Hennings erneut positiv auf: Er zeigte seinem Sturmkollegen, der im Gegensatz zu ihm in dieser Saison noch nicht getroffen hatte, sofort an, dass er Kownacki die Ausführung überlässt.

Zur Pause musste dann Innenverteidiger Klarer in der Kabine bleiben. Für den angeschlagenen Österreicher kam Tim Oberdorf aus der U23 und gab damit sein Pflichtspieldebüt bei den Profis. Einen ernstzunehmenden Bruch ergab das nicht, Fortuna erledigte ihren Job weiterhin sehr seriös und konzentriert. Nach Hennings’ Elfmetertreffer zum 4:0 leistete sich Preußer dann drei weitere Wechsel, gab jüngeren Spielern etwas Praxis.

Gefährlich wurde deshalb nichts mehr an diesem Nachmittag, der in der Folge noch den Treffer von Shipnoski zum 5:0 sah. Übrigens: Wer sich wunderte, dass Fortuna in Schwarz und nicht im gewohnten Rot spielte, findet die Antwort beim VfL Oldenburg. Der hatte einen bislang nie berücksichtigten Passus in der DFB-Spielordnung gefunden, nach dem eine Mannschaft keine roten Trikots tragen darf, wenn der Gegner schon grüne ausgewählt hat; die Düsseldorfer sollten doch gegen die grüngekleideten Gastgeber also bitte kein Rot tragen. Sachen gibt’s.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir und die Fans den Fortunen gegeben