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Fortuna Düsseldorf: 3:1 gegen den FC Erzgebirge Aue ist der zweite Sieg in Folge

3:1 gegen den FC Erzgebirge Aue : Fortuna holt erstmals in der Saison zwei Siege in Folge

Der neue Trainer Daniel Thioune hat einen perfekten Start hingelegt. Eine Woche nach seinem Debüt mit dem 2:1 gegen Schalke landeten die Düsseldorfer einen 3:1-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten Erzgebirge Aue. Fortuna verbesserte sich damit von Platz 16 auf 13.

Zum ersten Mal richtig freuen durfte sich Fortuna schon am Donnerstag: Da meldete der Klub für das Zweitliga-Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue ausverkauft. Zwar nur mit 10.000 Zuschauern, gemäß den Coronaregeln in NRW, aber dennoch ein großer Erfolg angesichts des eigenen Tabellenstands und dem des Gegners. Zum zweiten Mal wollte sie sich dann am Sonntag nach dem Abpfiff freuen, und das gelang auch: Mit dem 3:1-Sieg über Aue, dem zweiten „Dreier“ unter dem neuen Trainer Daniel Thioune in Folge, verbesserten sich die Düsseldorfer von Platz 16 auf 13.

Wie zufrieden Thioune mit der Partie gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Sonntag (2:1) gewesen war, zeigte schon seine Startaufstellung. Lediglich eine Änderung brachte er dort an, und die auch nur gezwungenermaßen. Im Freitag-Training hatte sich Abwehrchef Andre Hoffmann einen Nasenbeinbruch zugezogen und musste daher seinen Platz in der Elf an Christoph Klarer abtreten.

Es besteht allerdings Grund zur Hoffnung, dass Hoffmann schon bald – möglicherweise bereits am Mittwoch – wieder ins Training einsteigen kann. Der 28-Jährige wurde bereits erfolgreich operiert und bekommt nun eine Gesichtsmaske angepasst. Möglicherweise etwas länger wird Torwarttrainer Christoph Semmler passen müssen, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Mit Hiobsbotschaften dieser Art kennt sich Fortuna freilich bestens aus, die Schockwirkung sollte sich also in Grenzen halten. In sehr engen Grenzen sogar, denn die Thioune-Truppe startete furios. Nicht einmal fünf Minuten waren gespielt, als Khaled Narey eine Flanke scharf nach innen zog – Rouwen Hennings versenkte mit dem Kopf unhaltbar zum 1:0.

In den folgenden Minuten brannten die Gastgeber ein Feuerwerk ab, da sie natürlich auch erkannt hatten, dass dieser Treffer ihren angeschlagenen Gästen (nur ein Punkt aus den zurückliegenden acht Ligaspielen) ins Mark gefahren war. Das einzige Manko: Fortuna versäumte es, gegen die verunsicherten Sachsen zahlenmäßig nachzulegen.

Große Möglichkeiten von Narey, Daniel Ginczek, Jakub Piotrowski und Jordy de Wijs blieben ungenutzt, und so gab der Pausenstand von 1:0 bei einem Chancenverhältns von 8:2 nicht einmal annähernd die Überlegenheit der Rot-Weißen wieder.

Immerhin: Sie verdienten sich immer wieder den Szenenapplaus ihrer Fans, und das war in den vergangenen Monaten selten genug. Kurz nach dem Wiederbeginn folgte dann auch endlich die zahlenmäßige Belohnung für Spieler und Zuschauer. Wieder waren gerade fünf Minuten gespielt, als Aues Jan Hochscheidt den starken Marcel Sobottka im Strafraum legte. Eine kurze Diskussion zwischen dem etatmäßigen Elfmeterschützen Hennings und Ginczek – und dann war das 2:0 fällig. Durch Ginczek, der seinen guten Kumpel im Angriff tatsächlich überredet bekam, sein erstes Tor im Fortuna-Dress schießen zu dürfen.

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Die Messe schien damit so gut wie gelesen, doch Prince Osei Owusus Anschlusstreffer aus dem Nichts brachte in der 77. Minute doch noch einmal Spannung. Erst recht, als Torhüter Florian Kastenmeier sieben Minuten vor dem Ende gegen Antonio Jonjic retten musste. All das kam unnötigerweise, denn bis dahin hatte Fortuna alles sicher im Griff gehabt. Erst Hennings‘ überragender Hackentreffer zum 3:1 nach glänzender Vorarbeit von Narey brachte in der ersten Minute der Nachspielzeit Klarheit.

So bleibt unterm Strich klar, dass es für Thioune trotz des gelungenen Starts noch einiges zu tun gibt. Unter anderem, weil das große Talent Shinta Appelkamp noch immer nicht zurück in der Spur ist. Zudem muss der Trainer im nun folgenden Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg seinen Torjäger Hennings ersetzen, der sich für ein ruppiges Foul an der Seitenline seine fünfte Gelbe Karte der Saison abgeholt hat.

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