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Fortuna Düsseldorf: 2:0 gegen den FC St. Pauli wahrt die Hoffnungen auf Platz drei

2:0 gegen St. Pauli : Fortuna schlägt das Team der Stunde

Beim 2:0 gegen den FC St. Pauli zeigen beide Kontrahenten eine mitreißende Begegnung. Die Gäste hatten dabei optisch ein wenig mehr vom Spiel, doch die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler beeindruckte durch Leidenschaft und starke Konter.

Seit die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf das Wort „Aufstieg“ aus ihrem öffentlichen Vokabular gestrichen haben, spielen die Zweitliga-Profis so, als habe man ihnen zentnerschwere Rucksäcke von den Schultern genommen. So lieferten sie auch der Mannschaft der Stunde im Unterhaus, dem FC St. Pauli, einen mitreißenden Kampf und behielten am Ende mit 2:0 auch nicht unverdient die Punkte in der Arena. Und so, man mag es kaum aussprechen, könnte vielleicht doch noch was gehen im Rennen um Platz drei.

Rotation sei unumgänglich, hatte Uwe Rösler eingangs der Englischen Woche gesagt. Mag ja sein – aber dann hat sich Fortunas Trainer die Umstellungen für das dritte Spiel binnen sieben Tagen am Samstag in Paderborn aufgehoben. Gegen St. Pauli jedenfalls bot der 52-Jährige exakt dieselben elf Spieler in der Startformation auf wie beim 3:0-Sieg in Osnabrück am Sonntag.

Doch damit nicht genug: Im gesamten Spieltagskader gab es nur eine Änderung; der von einer Covid-Infektion genesene Kenan Karaman war anstelle von Nachwuchsstürmer Lex-Tyger Lobinger dabei. Never change a winning team übertraf in Düsseldorf also kräfteschonende Rotation.

An körperlichen Ressourcen lag es jedoch sicher nicht, dass die Anfangsminuten den Gästen gehörten. Mit dem Selbstbewusstsein ihrer bärenstarken Rückrunde drängten die Hamburger Fortuna in die eigene Hälfte zurück. Doch die Rösler-Truppe stellte sich immer besser darauf ein, und als Torhüter Dejan Stojanovic einen Schuss von Kristoffer Peterson nur noch vor die Füße von Felix Klaus abwehren konnte, hieß es 1:0. Spätestens jetzt wurde es ein sehr attraktives Spiel zweier Teams, die mit hoher Intensität in die Zweikämpfe gingen und den Weg nach vorn suchten.

Die Belohnung für die Gastgeber stellte sich bereits kurz nach der Pause ein. Edgar Prib zirkelte einen Eckstoß nach innen, und der glänzend aufgelegte Kevin Danso nickte den Ball zum 2:0 in die Ecke. Zurückhaltung gab es nun erst recht nicht mehr: St. Pauli drückte mit dem Mut der Verzweiflung (und mit Wut, da die Ecke vor dem 2:0 eher ein Abstoß war), Fortuna konterte. Und mehr als einmal hätte man sich gewünscht, es wären bei diesem spannenden Match Fans im Stadion gewesen.

So mussten sie denn zu Hause mitfiebern, Düsseldorfer wie Hamburger, und zu fiebern gab es in der hitzigen Schlussphase noch einiges. Am Ende hatte Röslers Team, in dem Shinta Appelkamp nach der Pause sein Comeback feierte, trotz der Drangphase der Hamburger in der Schlussphase 2:0 gewonnen und sich damit tatsächlich im Rennen gehalten. Auch wenn darüber in Düsseldorf eigentlich niemand mehr sprechen möchte.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir den Fortunen gegeben