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Fortuna Düsseldorf: 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim in der 2. Fußball-Bundesliga

0:1 gegen Heidenheim : Fortuna rutscht noch tiefer in den Abstiegskampf

Es ist ein trister Freitagabend in der eiskalten Stockumer Arena. Die Düsseldorfer verlieren in der Nachspielzeit durch einen Konter gegen den 1. FC Heidenheim, was ihre kritische Tabellensituation weiter verschärft. Dem Team von Trainer Christian Preußer fehlen Mut und Selbstvertrauen.

Von einer Trendwende ist Fortuna Düsseldorf weiterhin ein großes Stück entfernt. Auch gegen den 1. FC Heidenheim reichte es nicht zum zweiten Heimsieg der Zweitliga-Saison. Durch einen Konter in der Nachspielzeit verlor die Mannschaft von Trainer Christian Preußer sogar mit 0:1 und offenbarte dabei große Schwächen in Sachen Spielaufbau und Torgefährlichkeit. Am Ende skandierten etliche Fans deutlich vernehmbar: „Preußer raus!“

Der Vormittag hatte eine personelle Aufstockung gebracht: Wegen der Covid-19-Erkrankung von Torhüter Florian Kastenmeier und der vorangegangenen Verletzung von Nachwuchskeeper Dennis Gorka verpflichtete Fortuna Torhüter Kai Eisele bis zum Saisonende. Der bislang vertragslose 26-Jährige hatte bis zum Sommer beim Drittligisten Hallescher FC gespielt und war Preußer aus Freiburger Zeiten bekannt. Eisele hatte bereits in der Vorwoche als Gast mittrainiert, als Kastenmeier wegen eines Magen-Darm-Infekts ausgefallen war.

Gegen Heidenheim saß Eisele bereits auf der Bank; den Kasten hütete indes wie geplant Raphael Wolf, Aufstiegsheld von 2018 und von nicht wenigen im Fortuna-Umfeld ohnehin längst schon einmal wieder für einen Einsatz ins Gespräch gebracht. Auch auf den übrigen Positionen hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Ausnahme: Leonardo Koutris. Zum ersten Mal seit dem 1:3 beim FC Schalke 04 am 28. August stand der griechische Nationalspieler wieder in der Startelf, löste dort als linker Verteidiger Florian Hartherz ab.

Koutris machte dann auch zumindest durch großes Engagement auf sich aufmerksam, wollte offensichtlich zeigen, dass der Trainer häufiger auf ihn setzen sollte. Es war auch von der Mannschaft eine Steigerung gegenüber der 0:1-Pleite bei Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag zu sehen – allerdings beileibe nicht in dem Maße, wie man sich das im Umfeld der Fortuna gewünscht hätte. Viele Versuche blieben im Ansatz stecken, gefährliche Szenen in der Offensive waren nach vielversprechenden ersten zehn Minuten fast gar nicht mehr zu erkennen.

Da das auf der Gegenseite ganz ähnlich aussah und die aussichtsreichsten Szenen der Heidenheimer aus drei aufeinanderfolgenden Eckbällen in Wolfs Fünf-Meter-Raum bestanden, war es schon schwere Kost, die das spärlich erschienene Publikum zu sehen bekam.

Fortuna fehlten die Ideen, den immer dichter werdenden Abwehrriegel der Gäste zu durchbrechen, es fehlten ihr sichtlich aber auch Mut und Selbstvertrauen. Zwei Distanzschüsse von Kristoffer Peterson – das war es in Sachen Abschlüsse für lange Zeit auch schon. Der Wille war Preußers Team nicht abzusprechen, das allein kann jedoch nicht der Maßstab sein. Und spätestens nach Robert Leipertz’ spätem Treffer braucht man schon einige Fantasie, um sich eine kurzfristige Verbesserung der Lage vorstellen zu können.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir und die Fans den Fortunen gegeben