Fortuna Düsleldorf: Kämpfer Adam Bodzek ist wieder da

Bodzeks starkes Comeback : Fortunas Kämpfer ist wieder da

Mittelfeldspieler Adam Bodzek zeigte in den ersten beiden Partien des Jahres überzeugende Leistungen als Abwehrchef von Fortuna Düsseldorf. In Kaiserslautern war er sicher in der Defensive und spielte gute Pässe.

Ein eindrucksvolles Comeback feiert in diesen Tagen Adam Bodzek. Wochenlang war Fortuna Düsseldorfs Defensiv-Routinier wegen eines Zehenbruchs ausgefallen und fehlte seiner Mannschaft, als sie zum Ende der Hinrunde in eine Krise rutschte und sechs Partien in Folge nicht gewann. Nun ist der 32-Jährige zurück und hat zum Start in die Restsaison mit seiner spektakulär unspektakulären Spielweise maßgeblich Anteil an den beiden Siegen gegen den FC Erzgebirge Aue (2:0) und beim 1. FC Kaiserslautern (3:1).

Verletzt hatte er sich am 19. November bei der 0:1-Niederlage beim FC Ingolstadt. Der Verein machte damals zunächst ein Geheimnis um die Diagnose. Offiziell hatte der Spieler bei dem Zusammenprall mit dem Ex-Fortunen Marcel Gaus keinen Zehenbruch erlitten und laborierte stattdessen lediglich an einer Blessur des Sprunggelenks. Später stellte sich heraus, dass der Klub eine andere Verletzung vorgetäuscht hatte, weil er die Hoffnung hatte, den Spieler eine Woche später in der Partie gegen Dynamo Dresden wieder einsetzen zu können. Man wollte den Gegner nicht auf Bodzeks Schwachstelle aufmerksam machen.

Zu einem Einsatz Bodzeks kam es dann aber nicht, da es ihn schlimmer erwischt hatte, als zunächst angenommen. Erst vor vier Wochen im Trainingslager in Spanien war der gebürtige Pole dann wieder voll dabei - und fand schnell den Anschluss. Bei der Generalprobe für das erste Meisterschaftsspiel des Jahres machte der gelernte Mittelfeldspieler in der Partie gegen Borussia Mönchengladbachs B-Elf (2:0) seinen Job in der Abwehrzentrale neben Robin Bormuth so gut, dass Trainer Friedhelm Funkel an ihm nicht vorbeikam. Und der Coach tat gut daran, Bodzek im Spiel gegen den FC Erzgebirge dann das Vertrauen zu schenken und auf die Variante Routine zu setzen. Fortunas Vizekapitän übernahm gemeinsam mit Youngster Robin Bormuth die Vertretung der gesperrten Kaan Ayhan und André Hoffmann und agierte als Innenverteidiger. Seine größte Rettungstat gelang ihm in der siebten Minute, als er im letzten Moment den Schuss des Auers Cebiou Soukou blockte. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn die Sachsen da die 1:0-Führung erzielt hätten.

Beim 3:1-Sieg in Kaiserslautern lieferte der Routinier erneut eine starke Leistung ab. War sicher in der Abwehrkette und spielte intelligente Pässe in die Tiefe. Beim Stande von 1:1 hatte er sogar die Führung auf dem Fuß: Ein abgewehrter Schuss von Oliver Fink landete völlig unvermittelt vor seinen Füßen, doch freistehend versemmelte er die Chance und brachte den Ball aus sechs Metern nicht an Lautern-Keeper Jan-Ole Sievers vorbei. In dieser Situation sah man, warum "Bodze" in der Defensive spielt und nicht im Angriff. Nach Spielende sprach niemand mehr über diese Situation, weil die Rot-Weißen sich dennoch mit 3:1 durchsetzten.

"Wir haben uns durch das Gegentor nicht aus der Balance bringen lassen und hätten auch ohne Gelb-Rote Karte noch etwas erreicht", sagte Bodzek nach dem Schlusspfiff im Brustton der Überzeugung. "Es war wichtig, dagegen zu halten. Dann wissen wir, dass wir uns Chancen herausspielen und Tore erzielen können." Ob für den angeschlagenen André Hoffmann in der Innenverteidigung oder als Sechser im defensiven Mittelfeld - dagegenhalten wird "Bodze" auch am Freitag im Heimspiel gegen den SV Sandhausen.

Darauf kann sich der Trainer tausendprozentig verlassen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Adam Bodzek

(RP)
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