Fortuna: Fortuna - der nächste Versuch

Fortuna: Fortuna - der nächste Versuch

Obwohl es am Montag gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht ganz zum großen Wurf langte, zeigte Fortuna seinen Fans wieder ein begeisterndes Heimspiel. Am Samstag (13 Uhr, Live-Ticker) beim Karlsruher SC soll es endlich auch auswärts mal wieder klappen.

Die Abstände zwischen zwei Punktspielen variieren in keiner anderen deutschen Fußballklasse so stark wie in der 2. Bundesliga. Mitunter liegen neun Kalendertage zwischen zwei Partien, dann sind es manchmal nur deren drei - und dazu bedarf es nicht einmal englischer Wochen oder Spielpausen durch DFB-Pokal oder Länderspiele. Diese Woche ist wieder eine recht kurze für Fortuna: Erst am Montag hat sie Spitzenreiter Kaiserslautern ein 0:0 abgetrotzt, und schon am Samstag tritt sie im Wildparkstadion beim Karlsruher SC an.

Es ist der nächste Versuch der Düsseldorfer, ihre bescheidene Auswärtsbilanz aufzubessern. "Fußball ist manchmal schon verrückt", sagt Trainer Norbert Meier dazu. "In Aachen haben wir zwar wunderbar verteidigt, aber nur eine echte Torchance herausgespielt - und trotzdem gewinnen wir das Ding 1:0. Beim FSV Frankfurt erarbeiten wir uns Chance auf Chance, verlieren aber am Ende 0:2."

Einen Strick möchte er seiner Truppe daraus nicht drehen. "Was soll ich den Leuten vorwerfen? Wir sprechen intensiv über unsere Fehler, gerade nach Auswärtsspielen", berichtet der 51-Jährige. "Das heißt aber nicht, dass wir deshalb immer gleich jede Torchance nutzen können. Wir sind in einer anderen Liga als in der Vorsaison, wir haben ganz andere Gegner. Die Jungs versuchen jede Woche, das umzusetzen, was wir Trainer ihnen auf den Weg geben. Wir dürfen aber nicht verlangen, dass das in jedem Fall sofort gelingt."

Das Düsseldorfer Publikum beweist das Feingefühl, das Anspruchsdenken trotz der vor der Saison nie erwarteten Tabellensituation nicht zu hoch zu schrauben. Selbst nach der Partie in Frankfurt, die gewiss viel Geduld erforderte, gab es so gut wie keine Pfiffe, aber viel Zuspruch aus der Fankurve. Und das torlose Remis gegen Lautern brachte Andreas Lambertz und Co. sogar verdientermaßen großen Beifall.

Solchen wird "Lumpi" selbst in Karlsruhe nicht erleben, denn der Kapitän sah am Montag in der Nachspielzeit die fünfte Gelbe Karte und muss pausieren. An Meiers positiver Einschätzung seiner Schützlinge beim Spiel gegen die Pfälzer ändert dieser Schönheitsfehler nichts. "Wir haben die Ordnung gehalten", lobt der Coach. "Die Spieler haben sich nach dem Wechsel gesteigert, hatten die Traute, mehr und früher in die Zweikämpfe zu gehen." Mit dieser Einstellung ist am Samstag beim KSC allemal etwas drin.

(RP)
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