Fortuna bastelt am Kader: Kommt Takashi Inui?

Fortuna bastelt am Bundesliga-Kader: Kommt Takashi Inui?

Wer folgt auf Takashi Usami und Genki Haraguchi, wenn Fortuna die Leihspieler nicht fest verpflichten kann? Der frühere Frankfurter Außenstürmer Takashi Inui wäre eine interessante Möglichkeit.

Fortunas Höhenflug in der 2. Bundesliga hat viel mit den beiden japanischen Nationalspielern Takashi Usami (25) und Genki Haraguchi (26) zu tun, die sich derzeit in absoluter Top-Form befinden. Sie gehören zu den Garanten dafür, dass die Düsseldorfer mit großem Vorsprung an der Tabellenspitze stehen.

Vor allem zusammen sind die beiden Japaner unschlagbar: Seit Haraguchi sich Fortuna angeschlossen hat, explodiert Usami förmlich. Sechs Tore hat er zuletzt erzielt. Und mit Haraguchi im Fortuna-Trikot haben die Rot-Weißen sogar noch keinen Punkt abgegeben und alle ihre sechs Partien gewonnen. So schön die Erfolgsgeschichte für Fortuna und die beiden Akteure ist, so bitter ist die Tatsache, dass sich ihre Wege nach dem Saisonende womöglich trennen werden. Die beiden Spieler sind vom FC Augsburg und Hertha BSC Berlin nur ausgeliehen und müssen nach Saisonende laut Vertrag zu ihren Vereinen zurück.

Fortuna will versuchen, Usami und Haraguchi zu binden. Und auch die beiden Spieler würden gerne in der Stadt bleiben, da sie bei ihren Stammvereinen zuletzt kaum Spielpraxis bekamen. Sollten die Düsseldorfer die beiden schnellen Außen nicht fest verpflichten können, wollen sie sich auf die Suche nach Nachfolgern aus Japan machen.

Eine interessante Personalie ist dabei Takashi Inui (29), dessen Vertrag beim spanischen Erstligisten SD Eibar am Saisonende ausläuft. Für den Japaner spricht, dass er sich in Deutschland bestens auskennt. 2015 war der dreifache Nationalspieler nach einer Saison beim Zweitligisten VfL Bochum und drei Spielzeiten beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt (75 Spiele, 7 Tore, 16 Vorlagen) ins Baskenland gewechselt. Dort hat er maßgeblich Anteil daran, dass sich der kleine Klub in der höchsten spanischen Liga etabliert hat.

Neben Inui gibt es auch weitere interessante Kandidaten für die offensiven Außenbahnen, die im Sommer zum Nulltarif zu bekommen sind:

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Auf der iberischen Halbinsel kickt auch Linksaußen Jairo Sampeiro (24), der im Sommer ablösefrei wechseln darf. Der Rechtsfuß war im Januar vom FSV Mainz 05 zum Tabellenletzten der spanischen Liga UD Las Palmas gewechselt. Der frühere Nachwuchs-Nationalspieler Spaniens erhielt einen Vertrag bis Saisonende. Jairo hatte seit 2014 für Mainz gespielt und in 72 Bundesligapartien elf Tore erzielt.

Gut zu Gesicht stände der Fortuna sicher Kenan Karaman (24) von Hannover 96. Der Deutsch-Türke hat in dieser Saison 18 Spiele für die Niedersachsen absolviert. Im vergangenen Jahr feierte er im Spiel gegen Rumänien sein Debüt für die türkische Nationalmannschaft. Besiktas, Fenerbahçe und Galatasaray sind auf ihn aufmerksam geworden und wollen den Offensivspieler verpflichten. Im Winter lehnten die 96er aber ein lukratives Angebot aus der Türkei ab. Sollte der gebürtige Stuttgarter seinen Vertrag in Hannover nicht verlängern, könnte er die Roten im Sommer ablösefrei auch in Richtung Fortuna verlassen.

Eine Option ist für die Düsseldorfer auch der flinke Salim Khelifi, der momentan noch in Diensten von Eintracht Braunschweig steht und dort eine feste Größe ist. Der in Lausanne geborene Schweiz-Tunesier ist nur 1,72 Meter groß, kann sowohl Rechts- als auch Linksaußen spielen und befindet sich mit 24 Jahren im besten Fußballalter. Vor zwei Jahren wollte ihn der HSV verpflichten, doch der Deal scheiterte an den drei Millionen Euro, die Braunschweig verlangte. Nun kann Khelifi im Sommer ablösefrei wechseln.

Auf dem Markt befindet sich auch der bundesligaerfahrene Außenstürmer Nicolai Müller (30), dessen Vertrag beim Hamburger SV zum 30. Juni diesen Jahres endet. Derzeit sucht er nach einem Kreuzbandriss den Anschluss ans Team, im April kann er wieder auflaufen. Die Verletzung hatte er sich im ersten Saisonspiel gegen den FC Augsburg bei einem spektakulären Torjubel zugezogen. Mit Fortuna würde er auch in der nächsten Saison (höchst wahrscheinlich) im Fußball-Oberhaus spielen können. Müller und der HSV waren sich Ende des vergangenen Jahres schon über eine Verlängerung des Kontraktes einig, doch der Aufsichtsrat will den schon komplett fertigen Vertrag nun doch nicht absegnen.

Frei ist im Sommer bislang auch noch Waldemar Sobota (30) vom FC St. Pauli, der aktuell wegen einer Fersenverletzung nicht spielt. Der Pole fühlt sich auf Rechtsaußen wohl, kann aber auch auf der linken Seite und als hängende Spitze spielen. Ganz einfach wird es nicht werden, den 18-fachen polnischen Nationalspieler zu verpflichten, der noch hofft, bei der Weltmeisterschaft in Russland spielen zu können. Denn sowohl St. Pauli als auch der polnische Meister Legia Warschau buhlen um seine Dienste.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Usami und Haraguchi zurück im Training

(faja)