Fortuna: Fan-Aufstand bei Fortuna

Fortuna : Fan-Aufstand bei Fortuna

Ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel gegen den HSV II (14 Uhr, LTU-Arena) meldet sich die Anhängerschaft zu Wort. Uwe Weidemann fordert Geschlossenheit - auf dem Rasen und auf den Rängen.

Die Mitteilung auf der Homepage von Fußball-Regionalligist Fortuna verdeutlicht ganz gut das derzeitige Verhältnis zwischen dem Verein und seinen Anhängern. "Liebe Forennutzer, aufgrund gezielter Störversuche können wir den Betrieb des Forums zurzeit leider nicht mehr Aufrechterhalten. Wir sehen uns daher gezwungen, den Zugang zu dem Forum vorübergehend abzuschalten. Wir bitten um Ihr Verständnis." Seit Dienstag hat Fortuna das virtuelle Diskussionsforum der Fans gesperrt. "Es ging nicht anders", sagt Sprecher Tom Koster. "Da sind Sachen geschrieben worden, die gingen deutlich unter die Gürtellinie. Da konnten wir nicht länger zusehen."

Es kriselt beim Klub vom Flinger Broich. Die sportliche Talfahrt hat Spuren hinterlassen. Der Unmut der Fans wird lauter. Ausgerechnet in einer Phase, in der Fortuna Geschlossenheit bräuchte, positionieren sich einige Anhänger gegen den Klub. Darunter auch eine so genannte Ultra-Gruppe, die sich selbst zu den treuesten Unterstützern zählt. Gestern Nachmittag entrollte sie beim Abschlusstraining ein Spruchband mit der Aufschrift: "Wer keinen Bock mehr hat, kann gehen."

In der vergangenen Woche wurde über die Arbeitsauffassung mehrfach geredet. Es gab Einzelgespräche besonders mit der Abteilung Sturm. Mit jenen Spielern, von denen sich Weidemann mehr Entschlossenheit, mehr Übersicht beim Abschluss wünscht. Der Einsatz von Verteidiger Henri Heeren ist äußerst fraglich. Pat Deuß sitzt nach seiner Verletzung erstmals wieder auf der Bank.

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