Düsseldorf bei RB Leipzig: Rangnick lobt die Fortuna

Rangnick lobt Düsseldorf : Zimmermann war Fortunas Bester

Fortuna hat einen Punkt bei RB Leipzig geholt. Die Düsseldorfer machten es dem Champions-League-Anwärter schwer, ins Spiel zu kommen.

Der Spielverlauf

Friedhelm Funkel brachte Marvin Ducksch für Benito Raman im Sturm. Und der letzte Sommer-Zugang Marcin Kaminski feierte sein Debüt. Für den polnischen Innenverteidiger flog Davor Lovren aus dem Kader und Kevin Stöger aus der Startelf.

Neben den personellen Veränderungen setzte Funkel auf ein System mit Fünferkette, drei zentralen Mittelfeldakteuren und zwei Stürmern.

Fortuna startete besser ins Spiel, bestimmte die erste Viertelstunde und hätte durch Marvin Ducksch auch in Führung gehen müssen. Dann übernahm Leipzig mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde dann auch Michael Rensing gefordert. Erst parierte der Keeper gegen Emil Forsberg, dann gegen Kevin Kampl. Glück hatte Fortuna, dass Jean-Kevin Augustin, der den Nachschuss verwertete, im Abseits stand.

Nach der Pause ging Fortuna durch Matthias Zimmermann (47.) in Führung. Vor allem Rouwen Hennings hatte in der Einleitung des Angriffs großen Anteil am Treffer. Leipzig schlug aber durch einen glücklichen Treffer von Augustin (68.) zurück. Raman und vor allem Ducksch hatten in der Schlussphase sogar den Siegtreffer auf dem Fuß. Am Ende war es aber ein gerechtes Unentschieden, das sich Fortuna über viel Kampf, Leidenschaft und auch spielerische Klasse verdient hatte.

Stimmen der Trainer

Friedhelm Funkel: „Ich freue mich total über den Punkt, aber noch mehr über die gute Leistung. Auch darüber, dass wir so mutig aufgetreten sind. Wir haben aus einer guten Grundordnung immer wieder den Weg nach vorne gesucht. Die Mannschaft hat läuferisch alles gegeben. Wenn wir so auftreten, können wir in der Bundesliga den ein oder anderen ärgern und auch Spiele gewinnen.“

Ralf Rangnick: „Wir haben uns schwer getan, ins Spiel zu kommen. Ein großes Kompliment an Friedhelm und seine Mannschaft. Das war eine Steigerung gegenüber dem Augsburg-Spiel.“

Spieler des Spiels

Matthias Zimmermann (Fortuna). Der Zugang vom VfB Stuttgart war nicht nur wegen seines Treffers der beste Mann auf dem Platz. Er lief die Räume im zentralen Mittelfeld zu, gewann wichtige Zweikämpfe und schaltete sich immer wieder gewinnbringend in die Offensive ein. Vor allem das Zusammenspiel mit Jean Zimmer passte hervorragend. „Ich bin sehr glücklich über den Punkt und mein Tor. Klar, der Sieg wäre noch schöner gewesen, aber es war wichtig zu sehen, wie jeder für jeden gekämpft hat“, sagte der 26-Jährige.

Der Schiedsrichter

Marco Fritz (Korb) lag bei fast allen Bewertungen richtig. Auch in einer Phase in der zweiten Hälfte, als es immer hitziger zu werden drohte, behielt der Unparteiische den Überblick und beruhigte die Gemüter – mit Worten und Gelben Karten. Auch, als er falsch lag, handelte er richtig. In der Nachspielzeit entschied Fritz nach einem Zweikampf zwischen Kaan Ayhan und Timo Werner fälschlicherweise auf Ecke für Leipzig. Nach Rückfrage beim deutschen Nationalspieler, der ehrlich zugab, zuletzt am Ball gewesen zu sein, revidierte der Schiedsrichter seine Entscheidung. Vorbildlich.

Auf den Rängen

34.975 Zuschauer sahen die Partie. Die Leipziger präsentierten vor Spielbeginn eine nette Choreografie mit glitzernden Folien. Der Gästeblock war mit nur knapp 1000 Fortunen gefüllt, da die aktive Fanszene das Auswärtsspiel beim kommerzialisierten Leipziger Fußballprojekt erneut boykottierte.

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