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Diese Spieler könnten ablösefrei zu Fortuna Düsseldorf wechseln

Mögliche Zugänge für Fortuna : Diese Spieler gibt’s zum Nulltarif

Fortuna plant für das zweite Bundesligajahr. Viel Geld ist nicht da, weshalb vor allem ablösefreie Spieler im Fokus stehen. Wir haben da ein paar Vorschläge.

Bei Fortuna gibt es in diesem Jahr eine ungewohnte Situation. Bereits Mitte April hat der Klub Gewissheit, in welcher Spielklasse es für die Düsseldorfer weitergeht. Das war in den Vorjahren anders. Der frühe Klassenerhalt in der Bundesliga gibt den Verantwortlichen einen Wettbewerbsvorteil. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel ist freilich schon länger mit den Planungen beschäftigt, nun kann er aber mit dem Pfund Erstklassigkeit wuchern.

Das Problem: Dem 45-Jährigen steht nicht besonders viel Geld zur Verfügung. In der laufenden Saison beträgt der Lizenzspieleretat etwas mehr als 30 Millionen Euro. Viel mehr wird es dem Vernehmen nach auch in der kommenden Spielzeit nicht werden. Sollten nur Köln und Hamburg aufsteigen, wird Fortuna sicher wieder den kleinsten Etat der Liga haben. Es gilt also, wieder pfiffiger und schneller als die Konkurrenz zu sein und dabei möglichst wenig Geld auszugeben, um im Notfall noch eine Reserve zu haben.

Ablösefreie Spieler stehen somit naturgemäß im Fokus. Trainer Friedhelm Funkel hat sich für einen großen Stamm deutschsprachiger Profis ausgesprochen. Zudem sollen viele Spieler auf die Bundesliga fixiert sein, ihre Karriere vor allem in Deutschland sehen. „Das sind die Spieler, die am Ende die Kohlen aus dem Feuer holen“, sagt Funkel.

Fortunas Credo ist zudem, vor allem junge Spieler mit Entwicklungspotential zu verpflichten. Wir haben für jede Position mal ein paar ablösefreie Spieler herausgesucht:

TORHÜTER

Markus Schubert (20): Die Fakten sprechen für sich: Schubert stand für Dynamo Dresden in dieser Saison bisher die kompletten 2700 Minuten in 30 Spielen auf dem Platz, blieb neun Mal ohne Gegentor. Er stand jeweils mehrfach für die deutsche U17, U18, U19 und U20 im Tor und feierte im vergangenen September sein Debüt in der U21. „Wir wollen mit aller Macht den Vertrag verlängern. Aber die Zeichen deuten eher auf Abschied“, sagte Dynamos Geschäftsführer Ralf Minge am Sonntag. Die Liste der Interessenten ist lang – auch RB Leipzig und der FC Bayern sollen dabei sein.

Joël Drommel (22): Drommel ist quasi die niederländische Variante Schuberts. Der U21-Keeper stand in 34 Spielen für den Zweitligisten FC Twente Enschede auf dem Platz, spielte 14 Mal zu Null und steht mit seinem Klub auf Platz eins. Drommel sagte zuletzt: „Ich bin ein echter Mann geworden.“ Offen ist, ob der 1,93-Meter-Mann nach dem Aufstieg, der Enschede am vergangenen Wochenende gelang, bleiben wird.

ABWEHR


Arbenit Xhemajli (21): Der hoch gewachsene Innenverteidiger (1,90 Meter) kann auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Schon mehrmals wurde der gebürtige Schweizer in die A-Nationalmannschaft des Kosovo berufen. Sein Geld verdient er bei Xamax Neuchâtel in der ersten Schweizer Liga. 16 Mal kam er in dieser Spielzeit zum Einsatz.

Francisco Montero (20): Das spanische Innenverteidiger-Talent steht angeblich auch bei Bayer Leverkusen auf dem Zettel. Der Juniorennationalspieler kommt meistens in der Zweitvertretung von Atlético Madrid zum Einsatz. Er durfte aber auch schon ganz oben reinschnuppern. Zum Beispiel spielte er in dieser Saison 45 Minuten in der Champions League gegen Borussia Dortmund beim 2:0 im November.

Thibault De Smet (20): Mit Belgiern hat Fortuna ja zuletzt gute Erfahrungen gemacht. De Smet kann in der Mitte aber auch links hinten spielen. Für KAA Gent kam er in dieser Saison allerdings nur vier Mal in der ersten belgischen Liga zu Einsatz.

MITTELFELD


Julius Kade
(19): Der gebürtige Berliner gilt als eines der großen Talente bei Bundesligist Hertha BSC. Zum Saisonstart reichte es aber noch nicht für den Bundesligakader. Stattdessen erzielte der zentral offensive Mittelfeldmann für die zweite Mannschaft in acht Spielen vier Tore und bereitete zwei vor. Dann brach sich der U21-Nationalspieler den Knöchel.

Richard Neudecker (22): Der Außenbahnspieler hat seinen Anteil an der guten Zweitliga-Saison des FC St. Pauli. Allerdings kämpte er zuletzt immer wieder mit Problemen im Sprunggelenk nach einem Bänderriss. In 16 Spielen gelangen ihm zwei Tore und zwei Vorlagen.

ANGRIFF


Benjamin Goller (20): Wenn Fortuna den Rechtsaußen holen möchte, muss sie schnell sein. Der U20-Nationalspieler vom FC Schalke 04 soll kurz vor einem Wechsel zu Werder Bremen stehen. Goller kam in dieser Saison nur in der Champions League gegen Lokomotive Moskau zum Einsatz.