Bundesliga: Fortuna Düsseldorf verliert 1:3 gegen Bayer Leverkusen

Düsseldorfer unterliegen 1:3 : Starke Leverkusener lassen Fortuna keine Chance

Die Gäste aus der Nachbarstadt sind am Samstag eine Nummer zu groß für Fortuna Düsseldorf. Bayer Leverkusen entführt mit 3:1 verdientermaßen die Punkte und empfiehlt sich für höhere Aufgaben.

Die Fan-Choreo auf der Südtribüne hatte das Motto des Tages ausgegeben. „Fortuna unbesiegbar“ – so prangte es mehr als 40 Meter breit über die Ränge. Doch es blieb diesmal beim Wunschdenken der Düsseldorfer Fans. Die favorisierten Gäste von Bayer Leverkusen nahmen mit ihrem 3:1 (3:0)-Sieg die Punkte mit und brachten sich dabei mit einer offensivstarken und ballsicheren Vorstellung für höhere Ziele ins Gespräch.

Es ging allerdings schlichtweg zu leicht, wie die Gäste Fortunas Deckung in der sechsten Minute aushebelten. Zunächst sah Niko Gießelmann nach einem Pass von Kai Havertz nicht gut aus, dann ließ sich Andre Hoffmann von Kevin Volland ausspielen. Das i-Tüpfelchen setzte schließlich Lewis Baker auf diese Szene, doch obwohl er letztlich als Eigentor-Schütze in die Statistik einging, konnte der Engländer am wenigsten dazu. Baker musste eingreifen, weil ansonsten der unmittelbar in seiner Nähe postierte Leon Bailey das Tor gemacht hätte – und so hatte die Leihgabe des FC Chelsea einfach nur Pech.

Mit der Führung im Rücken wurde es für Bayer naturgemäß leichter, seine spielerischen Vorteile in die Waagschale zu werfen. Die Gäste bekamen mehr Platz und brachten Fortuna so einige Male in Verlegenheit. Die nächste klare Chance resultierte jedoch aus einer Standardsituation: Nach einem Eckball hatte Sven Bender Keeper Zack Steffen bereits überwunden, doch Matthias Zimmermann köpfte den Ball von der Linie (20.). Die Düsseldorfer hatten zuvor wenigstens eine gute Möglichkeit erarbeitet, doch Kaan Ayhans 18-Meter-Freistoß nach Foul an Erik Thommy blieb in der Mauer hängen.

Ein Freistoß auf der anderen Seite löste dann hitzige Diskussionen aus. Der insgesamt überforderte Schiedsrichter Patrick Ittrich ahndete zunächst ein angebliches Foul von Rouwen Hennings an Wendell – eine sehr umstrittene Entscheidung. Anschließend war dann der Videoassistent gefordert, ob Charles Aranguiz den Freistoßheber von Kerem Demirbay mit Brust oder Hand angenommen hatte, bevor er den Ball ins Netz schlenzte. Die Überprüfung fiel zugunsten der Leverkusener aus, die diesem 0:2 sogar schnell das 0:3 folgen ließen, als der überragende Volland Karim Bellarabi in Szene setzte. Damit waren alle Messen bereits vor der Pause gelesen.

Trotz des Zwischenstandes wurden die Fortunen bei ihrer Rückkehr aus der Kabine mit Beifall begrüßt – ein Zeichen, wie viel Kredit sich Trainer Friedhelm Funkel und sein Team zu Recht bei den Fans erspielt haben. Rätselhaft blieb jedoch, warum Funkel in Markus Suttner ausgerechnet einen der besten Düsseldorfer aus der Partie nahm. Die Idee, in Bernard Tekpetey einen frischen schnellen Flügelmann zu bringen, war nachvollziehbar, doch hätten statt Suttner eher die enttäuschenden Gießelmann oder Kenan Karaman Platz machen müssen.

Am Geschehen auf dem Platz änderte sich freilich ohnehin nichts Wesentliches mehr. Bayer spielte seinen Stiefel routiniert und sicher herunter, Fortuna setzte vor 44.538 Zuschauern weitgehend auf Schadensbegrenzung. Das äußerte sich auch darin, dass Funkel Adam Bodzek für den stark Gelb-Rot-gefährdeten Baker einwechselte, der darüber hinaus nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Positiv aus Düsseldorfer Sicht, dass der lange verletzte polnische Nationalspieler Dawid Kownacki noch eine halbe Stunde Spielpraxis bekam. Alfredo Morales gelang in der 82. Minute noch der Ehrentreffer zum 1:3, doch mehr war an diesem Nachmittag einfach nicht drin.

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