Fortuna: Bodzek gegen Paulis Power

Fortuna : Bodzek gegen Paulis Power

Fußball-Zweitligist Fortuna kann im Spitzenspiel beim Erstliga-Absteiger FC St. Pauli (20.15 Uhr) wieder auf seine zuletzt gesperrte Defensivsäule zurückgreifen. Beide Klubs stehen für ausgeprägten Angriffsfußball.

Wer am Montagabend auf ein 0:0 setzt, der stürzt sich wahrscheinlich auch mit einem Schwimmreifen die Niagara-Fälle hinunter. Schwer zu sagen, welche Erfolgschance höher einzuschätzen ist - aber die Wahrscheinlichkeit, ein paar Tore zu erleben, ist beim Zweitliga-Spitzenspiel zwischen dem FC St. Pauli und Fortuna (20.15 Uhr, LIVE-Ticker) beträchtlich. Nur Eintracht Frankfurt hat mehr Treffer erzielt (28) als Fortuna (24), und die gastgebenden Hamburger kommen zwar bislang "nur" auf 22 Tore, haben dafür aber in acht ihrer zehn Saisonpartien mindestens doppelt getroffen. Das ist einsame Ligaspitze.

Das gilt natürlich ebenso für die Düsseldorfer Serie von 17 Punktspielen ohne Niederlage. Diese überstand ja auch die schwere Auswärtsaufgabe bei Eintracht Braunschweig (1:1), mit der die Truppe von Trainer Norbert Meier in die zweiwöchige Länderspielpause ging. Eine Pause, die für die Fortunen nicht ganz so ungelegen kam wie die vergangene, als Torjäger Thomas Bröker noch gemeckert hatte: "Ich habe überhaupt keinen Bock auf Pause."

Diesmal profitierte auch Bröker von der spielfreien Zeit, wie Meier anmerkt. "Wir haben diese Phase genutzt, um unsere zuletzt angeschlagenen Jungs wieder voranzubringen", erklärt der Coach und spielt dabei auf den gebürtigen Meppener ebenso an wie auf Oliver Fink. "Finki hat im Test gegen Venlo wieder Praxis und Sicherheit bekommen."

Ein paar Bedenken habe er, weil Robbie Kruse mit Australien doch ziemlich viele Reisekilometer abspulen musste: "Natürlich wäre es für uns besser, wenn er für Dänemark spielen würde. Aber Robbie ist nun mal Australier, und da ist man einfach mehr unterwegs. Ansonsten haben wir aber mal wieder alle Mann an Bord." Also auch Adam Bodzek, dessen Fehlen wegen der fünften Gelben Karte man Fortunas Defensiv-Verbund in Braunschweig doch anmerkte.

Am Montag wird es im Hexenkessel Millerntor sehr auf die Abwehrarbeit der gesamten Mannschaft ankommen - und auf die Konzentration vom ersten Moment an. An fehlender Fitness läge es sicher nicht, falls die große Serie reißt: Am vergangenen Dienstag setzte Meier eine Sprint-Einheit in der Halle an, "weil die Jungs nach zwei trainingsfreien Tagen komplett erholt waren". Zweiter Trainingsschwerpunkt war das schnelle Umkehrspiel nach der Balleroberung. Vielleicht das wichtigste Rezept gegen die Angriffswucht St. Paulis.

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