Fortuna Düsseldorf: Auf Helmut Schulte wartet viel Arbeit

Fortuna Düsseldorf: Auf Helmut Schulte wartet viel Arbeit

Am Samstagnachmittag verkündet Fortuna offiziell, dass der 56-Jährige zum Jahreswechsel als Sportvorstand zum Zweitligisten nach Düsseldorf kommt. Es wartet viel Arbeit auf ihn.

Seit dem 22. Oktober stand fest, dass Fortuna Helmut Schulte als Manager verpflichten will. Damals hatte der Sauerländer das Interesse gegenüber unserer Zeitung nicht dementieren wollen. Seitdem war es nur eine Frage der Zeit, wann die Unterschrift geleistet und Vollzug gemeldet werden würde.

Dafür sorgte nun sein bisheriger Arbeitgeber SK Rapid Wien. Der Erstligist machte den Wechsel von Schulte publik. Der Sportdirektor habe den Verein "am Samstag informiert, dass er seinen bis 31. Dezember 2013 laufenenden Vertrag beim österreichischen Rekordmeister nicht verlängern wird". Er werde beim Traditionsklub Fortuna Düsseldorf Sportvorstand. Eine Stunde danach wurde die Nachricht von den Rot-Weißen bestätigt.

Zum Abschied haben die Wiener Schulte noch einen Kranz geflochten. Er habe sich als absoluter Gewinn für Rapid erwiesen. "Er wird nicht umsonst von allen Mitarbeitern, Spielern und Funktionären des Vereins aufgrund seiner menschlichen und fachlichen Fähigkeiten hoch geschätzt", sagt Präsident Rudolf Edlinger.

Wenn dem so ist, hat Fortunas Aufsichtsrat genau den richtigen Mann verpflichtet. Solch ein Mann wird dringend benötigt, denn es warten zahlreiche Aufgaben auf ihn.

Schulte muss zunächst das Bild, das er von dem Kader hat, vergleichen mit dem, wie er sich vor Ort präsentiert. Er muss den 30 Spieler umfassenden, viel zu großen Kader dringend reduzieren - weniger aus finanziellen, sondern vor allem aus sportlichen Gründen. Das wäre nicht nur hilfreich für den Trainer, sondern auch für die Mannschaft und ihren Teamgeist.

Schulte muss Trainer Mike Büskens den Rücken stärken. Der Sportvorstand wird sich den Trainerstab und dessen Arbeit anschauen und sich mit seinen Anregungen einbringen.

Schulte wird seine Vorstandskollegen Paul Jäger (Finanzen) und Sven Mühlenbeck (Marketing) kennenlernen und Strategien mit ihnen entwickeln müssen.

Der zum Jahresende ausscheidende Vorstandsvorsitzende Peter Frymuth wird nicht mehr in den Genuss der Zusammenarbeit mit Schulte kommen, ist aber davon überzeugt, dass er genau der Richtige ist. "Er verkörpert genau den Typus wie Wolf Werner zu Beginn seiner Tätigkeit", sagte Frymuth. "Es waren die gleichen Beweggründe. Schulte verfügt über Erfahrung und kennt sich mit Fortunas schlechten Phasen aus, die er von Schalke aus beobachten konnte, als der Verein finanziell angeschlagen war. Und er ist keiner, der sich selbst permanent in den Vordergrund schiebt."

Drei Monate sollen Wolf Werner und Schulte eng zusammenarbeiten, wobei dieser natürlich für die über die Saison hinausgehenden Planungen verantwortlich ist.

(can)
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