Arena Düsseldorf: Welches Bier bei Fortuna Düsseldorf - so kam es zur Entscheidung

Streit um Bier im Düsseldorfer Stadion : Arena-Manager erklärt, warum er ohne Fortuna über den Altbierlieferanten entschied

Bier ist eine schöne Sache - aber ums Bier in der Arena gibt es Streit. Fortuna Düsseldorf ärgert sich, dass der Betreiber Schumacher statt Frankenheim zum Lieferanten machte. Arena-Chef Michael Brill konterte nun: Fortuna habe auf Anfragen einfach nicht reagiert.

Welches Bier wird in der kommenden Saison in der Arena ausgeschenkt? Diese Frage beschäftigt jetzt auch den Aufsichtsrat von D.Live. Die Stadttochter betreibt die Arena, die zu 100 Prozent der Stadt gehört. Fortuna Düsseldorf hatte sich überrascht gezeigt, dass statt Frankenheim nun Schumacher Alt ausgeschenkt werden soll. Was bei den Stadionbesuchern für Freude sorgte, provozierte Missstimmung, denn Frankenheim ist für einen sechsstelligen Betrag auch Premiumsponsor des Bundesliga-Erstligisten. Ob die Brauerei das unter den neuen Vorzeichen bleibt, will Frankenheim-Geschäftsführer Ulrich Amedick in einigen Wochen mit der Fortuna besprechen.

Am Wochenende informierte Arena-Manager Michael Brill die Politiker über die Vorgänge aus seiner Sicht. Demnach habe er Anfang April Fortuna über die Neuverhandlung der Bierpartner informiert und fünf Wochen lang keine Antwort auf die Frage erhalten, wer präferierter Bierpartner der Fortuna wäre. Frankenheim sei in die Auswahl aufgenommen worden, habe allerdings ein Engagement daran geknüpft, dass auch Konzernmutter Warsteiner Lieferant bleibe. Hintergrund: Pils macht beim Bierkonsum in der Arena rund 80 Prozent aus. Während der Pils-Vertrag ausgeschrieben sei, wolle man beim Altbier aus strategischen und Image-Gründen eine Hausbrauerei. Dies wurde ohne Ausschreibung Schumacher Alt.

Während der inzwischen ausgeschiedene Fortuna-Vorstandschef Robert Schäfer Anfang April auf eine gemeinsame Entscheidung in der Bierfrage drängte, konterte Brill, diese Absprache sei nirgendwo schriftlich fixiert. Die Arena zahle seit vielen Jahren einen Altbierpreis, der zwei bis drei Mal so hoch sei wie marktüblich. Gleichzeitig solle sie ab kommender Saison 3,4 Millionen Euro an Einnahmen generieren, um die Kosten für den Fußball-Betrieb zu decken. Laut Vertrag habe D.Live das Vermarktungsrecht für Bier.

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